Meldung

01. November 2005

"Initiative für Arbeit - südliche Wetterau" in Bad Vilbel

Broschüre und Tipps für Arbeitssuchende


Ende Oktober 2005 stellte sich das regionale Netzwerk in Bad Vilbel der Öffentlichkeit vor und präsentierte eine Broschüre für Arbeitslose.

Die Broschüre "Job weg - und jetzt?"

In dem Heft können Betroffene Hilfen zu den Bereichen Finanzen, Informationen, Beratung und persönliche Orientierung finden. Das Besondere ist, dass sich die Übersicht nicht an Institutionen, sondern an den Problemstellungen der Betroffenen orientiert und jeweils konkrete Ansprechpartner und Adressen in der Region benannt werden. Zusammengestellt hat die Broschüre Peter Nicke, Referent für gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Wetterau. Die Broschüre ist in Bad Vilbel und Karben bei den Kirchen, Kommunen und Arbeitsämtern erhältlich und kann hier heruntergeladen werden.
Broschüre "Job weg - und jetzt?" (PDF, 290 KB)

Die Initiative

Die "Initiative für Arbeit - südliche Wetterau" wurde Ende 2004 gegründet und will Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen oder bedroht sind, zusammenbringen und ihnen Mut machen, ihre Situation aktiv und auch gemeinsam zu gestalten. Die Initiative möchte helfen, neue Wege in die Erwerbstätigkeit und eine sinnvolle Lebensgestaltung zu finden. Neben Kirche und Kommune gehören ihr der Deutsche Gewerkschaftsbund an, das Berufsförderungswerk Frankfurt (mit Sitz in Bad Vilbel), die Suchthilfe, die Bezirksfachstelle für Jugend und Soziales, die JobKomm Bad Vilbel, ein Betriebsratsmitglied eines Bad Vilbeler Unternehmens und ein Personaldienstleister.
Peter Nickel und Konrad Schulz, Pfarrer in der evangelischen Christuskirchengemeinde Bad Vilbel, haben die Bildung dieses lokalen Netzwerkes angeregt.

Bewerbungstipps für ältere Menschen

Im Rahmen der Präsentation der Broschüre hielt Prof. Dr. Siegfried Quandt von der Gießener Justus-Liebig-Universität ein Referat zum Thema "Was können ältere Menschen tun?" Darin zeigte er vor allem zwei Wege auf: Selbstmarketing und kreative Phantasie bei der Entdeckung von Chancen und Nischen im aktuellen Arbeitsmarkt. Am Beginn jeder Bewerbung stehe das Feilen am eigenen Profil, die genaue Information über den potenziellen Arbeitsgeber und eine auf jedes Stellenangebot individuell zugeschnittene Bewerbung. Das Potenzial der Zielgruppe 50plus belegte Quandt mit Fakten: sie entschiede mittlerweile fast jede Wahl, verfüge über die stärkste Kaufkraft und stelle die wichtigsten Erfahrungsträger. Dass jugendlicher Schwung alleine kein Garant für Erfolg sei, dringe als Erkenntnis auch langsam in der Wirtschaft durch. Beispielhaft nannte Quandt zehn Bereiche, in denen Arbeitslose Nischen nutzen könnten. Die Palette reichte von Unterstützung ausländischer Firmen bei der Orientierung am Standort Deutschland über die freie Mitarbeit bei Medien, die zunehmend auch Mitarbeiter bräuchten, die die Bedürfnisse der älteren Leser einschätzen könnten bis hin zur Aufsicht in Museen, Kinderbetreuung oder Ferienvertretungen.

 

Verantwortlich:

Annegret Rach
Am Goldstein 4b
61231 Bad Nauheim
Tel.: 06032 34546-80