Meldung

16. November 2005

Banker und Rechtsanwälte als Ausbildungspaten

Evangelisches Projekt hat neun Jugendliche in Lehrstellen vermittelt


  • Weiterführendes
    Ausbildungs-Initiativen in Hessen-Nassau


  • Kontakte:
    Anja Harzke
    Evangelisches Dekanat Offenbach
    Projektmanagement
    Tel.: 069 / 888406
    Tel.: 069 / 86003941 (Pfarrbüro)


    Jörg Meyer
    Jugendamt Offenbach, KJK Sandgasse
    Projektmanagement
    Tel.: 069 / 8065-3973
Einige Stadtteile von Offenbach sind ein heißes Pflaster, kein einziger Jugendlicher aus der Mathildenschule hatte im letzen Jahr einen Ausbildungsplatz gefunden. Damit ist jetzt Schluss. Gemeinsam mit dem Offenbacher "Jugendamt - KJK-Sandgasse" bietet die evangelische Kirche das Ausbildungspaten-Projekt "Alt und jung für Ausbildung" an. Anja Harzke, die Projektmanagerin der Initiative und Beauftragte der evangelischen Kirche für gesellschaftliche Verantwortung für das Dekanat Offenbach, berichtet bereits über Erfolge: "In diesem Jahr haben wir bereits neun Jugendliche in eine Ausbildung vermittelt." Unterstützt wird das Projekt mittlerweile von renommierten Unternehmen wie der Deutschen Bank und der Anwaltssozietät "Allen & Overy". Wer sich vorstellen kann Schülern bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu unterstützen, ist als Ausbildungspate willkommen. Dabei sind die Engagierten bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit nicht auf sich gestellt, denn Projektkoordinatoren und Fortbildungen sorgen für eine qualifizierte Unterstützung.


Hintergrund

Das Patenschaftsmodell Ausbildung Offenbach ist ein Projekt der Evangelischen Kirche Offenbach und des Jugendamtes - KJK-Sandgasse der Stadt Offenbach. Gestartet wurde das Projekt im November 2004 auf Initiative des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN in Frankfurt.

Die Engagierten

Beim Patenschaftsmodell Ausbildung Offenbach arbeiten viele Initiativen und Privatpersonen mit.

Ziel und Start

Ziel des Projektes ist die Unterstützung von Schülern und Schülerinnen beim Übergang von der Schule in das Berufsleben. Besonders im Blickfeld sind dabei die von der schwierigen Ausbildungssituation betroffenen SchülerInnen mit Hauptschulabschluss.

Im Frühjahr 2005 starteten die ersten Paten mit ihrer Arbeit an der Mathildenschule. Sie kümmern sich um Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Hauptschulklasse. Im kommenden Schuljahr wird die Initiative an der Mathildenschule fortgeführt und eine weitere Initiative an der Bachschule gestartet.

Aufgaben der Ausbildungspatinnen und -paten

Das Projekt lebt von den ehrenamtlichen Patinnen und Paten. Die Arbeit der Patinnen und Paten ist abhängig von den eigenen Wünschen und Möglichkeiten und den Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler. Die ehrenamtlichen PatInnen bestimmen sowohl ihren Zeitaufwand als auch die Vorgehensweise bei der Umsetzung der Projektziele.

Die Arbeit kann u.a. folgende Tätigkeiten umfassen:

Unterstützung für die Paten

Die Patinnen werden bei ihren Tätigkeiten von den ProjektkoordinatorInnen unterstützt. Regelmäßige Treffen dienen zum Austausch untereinander und zur Diskussion von anstehenden Problemen. Eine Fortbildung "Interkulturelle Kompetenz" für die Patinnen und Paten, Lehrer und Multiplikatoren ist in Planung und wird im Herbst beginnen.

Bisher sind an der Mathildenschule schon einige Jugendliche in Ausbildung vermittelt worden besonders hervorzuheben ist die Motivation der Schüler mit den Paten gemeinsam ihre Ausbildungschancen zu verbessern. Die am Projekt teilnehmenden Schüler freuen sich sehr, dass sich endlich jemand um sie kümmert. Von unseren Paten haben wir den Eindruck, dass es Ihnen wichtig ist, ihr Fachwissen, ihre Lebenserfahrung und weitere Soft Skills an junge Leute, die zuhören, weiterzugeben. Es handelt sich um eine Art Transfer für die nächste Generation auf Freiwilligenbasis.

Weitere Paten sind willkommen

Das Patenschaftsmodell Ausbildung hat im ersten Jahr wertvolle Erkenntnisse gesammelt und mit Schülern und Lehrern für einen guten Start des Projekts gesorgt. Im neuen Schuljahr kommt es nun darauf an den nächsten Schritt zu machen. Alle Beteiligten sind gut aufgestellt für das neue Schuljahr: Viele motivierte Schülerinnen und Schüler stehen in sieben Klassen der Mathildenschule und sechs Klassen der Bachschule in den Startlöchern und freuen sich auf eine Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, die bereit sind, einen Teil ihrer Freizeit zu opfern, um die Teenies in Sachen Berufsfindung und zielgerichteter Bewerbung zu unterstützen.

Der Zuwachs an ehrenamtlichen Patinnen und Paten für die zweite Staffel von zu betreuenden SchülerInnen und Schülern ist sehr beachtlich. Weil wir so viele wie möglich Schüler unterstützen wollen, werben wir weiter - auch auf diesem Wege - um Freiwillige, die Ihre Kompetenzen einbringen, um Jugendliche bei der Lehrstellensuche motivierend zu begleiten. Interessierte, die mitwirken möchten, werden gebeten, sich mit Jörg Meyer oder Anja Harzke in Verbindung zu setzen.