Meldung

29. Mai 2006

Diakonie-Chef Gern wendet sich gegen Leistungskürzungen für Empfänger des Hartz-IV-Regelsatzes

Die bestehende Grundsicherung schützt nicht vor Armut


345 Euro ist der Regelsatz, den Empfänger des Arbeitslosengeldes II monatlich erhalten. Einige Unionspolitiker und Landkreise plädieren dennoch für Leistungskürzungen, da sie den Eindruck haben, dass die Kosten für Hartz IV aus dem Ruder laufen.

"Wir weisen die politische Inszenierung ausufernder Kosten für die Sozialleistungen für arbeitslose Menschen zurück," schrieb Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau (DWHN) in einer Stellungnahme am 24. Mai. Die Sozialleistungen uferten nicht aus, sie zeigten nur das wahre Ausmaß der Armut in Deutschland. Der Diakonie-Chef hält den monatlichen Hartz IV-Regelsatz für zu gering, um erwerbslose Menschen und ihre Familien vor Armut und sozialer Ausgrenzung zu bewahren.

[RD]