Meldung

26. September 2006

Offener Brief gegen Rechtsradikalismus

Die EKHN bittet die politische Parteien in Hessen um Mittel im Kampf gegen Rechtradikalismus




Der Wahlerfolg der NPD in Mecklenburg-Vorpommern beunruhigt Deutschland, aber auch in Hessen ist die rechte Szene aktiv. Damit bürgerliche Initiativen verstärkt die Möglichkeit erhalten, dem Rechtsextremismus Einhalt zu gebieten, haben die Abgeordneten des hessischen Landtages am 18. September einen Offenen Brief erhalten.

Die Friedenspfarrerin der EKHN, Mechthild Gunkel, teilte mit, dass zu den Unterzeichnern auch die EKHN gehört. Die Unterzeichner stellen in dem Brief fest, dass die Aktivitäten von Neonazis in Hessen deutlich angestiegen sind. Zu diesen Aktivitäten zählen rechtsextreme Musikveranstaltungen, die Schändung jüdischer Friedhöfe und Gewalttaten gegen Migranten.

In dem Schriftstück wird gefordert, dass finanzielle Mittel bereit gestellt werden sollen, damit Bürgerinnen und Bürger, Vereine und auch religiöse Gemeinden dem Problem Rechtsextremismus frühzeitig begegnen können. Auch Schulen sollen Zeit, Geld und Fortbildungsangebote erhalten, um mit pädagogischen Strategien die Schülerinnen und Schüler vor rechtsextremistischen Aktivitäten zu bewahren. Den Brief im Wortlaut finden Sie auf dieser Internetseite:
www.rechtsextremismus-hessen.de

[Rita Deschner]