Meldung

24. August 2007

Kirche engagiert sich für Senioren

Dekanate informieren hessischen Ministerpräsidenten  



Die Dekanate Reiheim und Groß-Umstadt haben sich mit Informationsständen auf dem „Markt der Möglichkeiten“ während des Kongresses „Menschen im dritten Lebensalter“ präsentiert. Er wurde von der hessischen Landesregierung in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen am 22. August veranstaltet.

Erzählprojekt mit Zeitzeugen

Auf seinem Rundgang über den „Markt der Möglichkeiten“ kam der hessische Ministerpräsident Roland Koch auch am Stand des Evangelischen Dekanats Reinheim vorbei. Karin Jablonski, zuständig im Dekanat für die Arbeit  mit Menschen über 60 Jahren, präsentierte hier das erfolgreiche Buchprojekt „Erzähl doch mal – 60 Jahre nach Kriegsende“.

Aktive Senioren als Ausbildungspaten

Auch die von der Kirche mitgetragene Arbeitsloseninitiative st.ar.k war mit einem Stand auf der Messe vertreten. Dr. Peter Kuhn vom  Evangelischen Dekanat Groß-Umstadt vernetzt in der Region Babenhausen oder am Otzberg ältere Arbeitnehmer und Pensionäre mit  Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz oder Job suchen. Die erfahrenen älteren Menschen helfen als Paten den Jugendlichen bei der  Suche nach dem richtigen Arbeitgeber und beraten sie in Sachen Bewerbungsgespräch und Bewerbungsschreiben. Ein gelungenes  Beispiel für einen generationsübergreifenden Dialog, der Zukunft hat.

Kirchliche Aktivitäten für Senioren

In der EKHN finden Senioren vielfältige Angebote: Sie können in ehrenamtlichen Initiativen aktiv sein, an Seniorenausflügen und –treffen teilnehmen.  Wenn die Kräfte nachlassen, ist die Kirche für die Senioren ebenfalls da. Seelsorge für ältere Menschen zuhause oder im Altersheim ist selbstverständlicher Teil des kirchlichen Auftrages. In Beratungsstellen unterstützt die Diakonie der Evangelischen Kirche hilfebedürftige und Rat suchende Menschen. Kranke und pflegebedürftige Menschen werden durch 85 ambulante Diakonie- und Sozialstationen in der EKHN pflegerisch betreut. Wer mehr Hilfe braucht als er in seiner Familie finden kann, kann in 86 Alten- und Pflegeheimen oder zahlreichen betreuten Wohnanlagen seinen Lebensabend verbringen. Etwa 30 Hospizgruppen von Kirche und Diakonie begleiten sterbende Menschen zuhause oder in einem Heim.

[Reinhard Völker, RD]