Meldung

31. August 2007

Acht Menschen mit Behinderungen haben auf dem Arbeitsmarkt Fuß gefasst

Gelungene Kopperation zwischen Wirtschaft und Behindertenwerkstatt  



Acht junge Erwachsene mit geistiger Behinderung sind stolz darauf, dass sie nun nicht mehr in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Nieder-Ramstädter Diakonie arbeiten,  sondern ihren Job direkt beim Auftraggeber – der großen Ober-Ramstädter Farbenfirma „Caparol – machen.

Nieder-Ramstädter Diakonie
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Arbeitsplatz in der Firma angetreten

60 bis 70 mannshohe Einweg-Boxen aus festem Karton, die später mit Stoffen zur Fassadendämmung gefüllt werden, setzen sie pro Tag für „Caparol“ zusammen – ein Auftrag, der vorher in der Mühltalwerkstatt in Nieder-Ramstadt ausgeführt wurde. Täglich waren mehrere Fahrten zischen Ober- und Nieder-Ramstadt notwendig, um Material in die NRD-Werkstatt zu liefern und die fertigen Boxen wieder abzuholen. Damit hat es ein Ende: Caparol stellte eine freie Halle zur Verfügung, wo die acht behinderten Menschen mit Gruppenleiter Reinhard Stumpf unter idealen Bedingungen arbeiten können.

Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt / Firma zufrieden

Die Nieder-Ramstädter Diakonie freut sich über diese gelungene Form der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Behinderten-Werkstatt, die am Mittwoch, 29. August 2007, vorgestellt wurde.  Denn die Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt ist gesetzlicher Auftrag der Behinderten-Werkstätten. Auch Caparol ist sehr zufrieden mit der Kooperation: „Wir werden die Gruppe mit Arbeit versorgen, auch wenn das Saison-Geschäft mit den Einweg-Boxen im Herbst endet“, sagt Caparol-Mitarbeiter Willi Huthmann.

Schritt in die Selbständigkeit

Gerne tragen die acht Beschäftigten die orangefarbenen T-Shirts mit dem Firmen-Logo von Caparol, sehr zu schätzen wissen Sie das gute Essen in der Caparol-Kantine. „Wir wollen nicht mehr in die Werkstatt zurück“, sagt Simone B., „die ebenso wie ihre sieben Kollegen eine Sicherheits-Schulung absolviert hat. Für den Weg von Nieder-Ramstadt braucht die junge Frau inzwischen keine Begleitung mehr: Sie fährt alleine mit dem Zug nach Ober-Ramstadt – ein weitere Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Ihr nächstes Ziel: Den Führerschein für den Stapler zu machen, damit sie bei Caparol die Palletten durch die Halle befördern kann. 

[Marlene Broeckers]