Meldung
Bündnis gegen Republikaner-Kongress ist ein hoffnungsvolles Zeichen
Kirchenvertreter plädieren für Diskussionskultur
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Besorgt haben sich Vertreter der Evangelischen Kirche zu dem angekündigten Europa-Kongress der Republikaner am 6. Oktober in Mainz geäußert. In einer Mitteilung reagierten der Propst für Rheinhessen der EKHN, Dr. Klaus-Volker Schütz, und Jens Böhm, der Dekan des Evangelischen Dekanates Mainz, kritisch auf die geplante Veranstaltung, zu der mehr als 600 Gäste aus dem rechten Spektrum im Gutenbergsaal der Rheingoldhalle erwartet werden.
Mainz steht für Bürger- und Menschenrechte
„Die Stadt Mainz und ihr rheinhessisches Umland sind aufgrund ihrer Geschichte für ihre zutiefst demokratische Prägung bekannt. Es ist schon seltsam, dass ausgerechnet in einer Region, in denen die Bürger- und Menschenrechten früher als anderswo Fuß gefasst hatten, nun nationalistische Töne zu hören sind“, so Schütz. Die Traditionen einer offenen und einladenden Zivilgesellschaft seien in Mainz so sehr verankert, dass auch ein kurzer Kongress daran nichts ändern wird.
Auseinandersetzung mit Multikulturalität und Globalisierung gefordert
Gerade die Evangelische Kirche stehe für eine Diskurskultur, in der man sich mit den Themen einer zusammenrückenden Welt, mit Multikulturalität und den Problemen der Globalisierung engagiert auseinandersetzt. Insofern seien nun alle Gemeinden in der Stadt dazu aufgerufen, sich den entsprechenden Themen weiter und vertieft zu stellen, wie es dem Bekenntnis und der Haltung der Evangelischen Kirche entspricht.
Bündnis gegen den Kongress
Dass sich in der Stadt schnell ein Bündnis gegen den Kongress der Republikaner organisiere, sei ein hoffnungsvolles Zeichen. „Mainz war nie eine Hochburg der Republikaner und wird es auch nicht werden“, so der rheinhessische Propst.
[Öffentlichkeitsarbeit Rheinhessen]
zurück | letzte Aktualisierung: 27.09.2007 | copyright by EKHN