Beschäftigung mit dem eigenen Tod

„Du tust mir kund den Weg zum
Leben: Vor dir ist Freude die Fülle
und Wonne zu deiner Rechten
ewiglich.“ (Psalm 16,11)

Das Leben heute ist viel mehr auf das Diesseits ausgerichtet als früher. Der Tod wird häufig ausgeblendet. Wie nahe wir alle dem Tod sind, merken wir, wenn wir einen uns nahestehenden Menschen verlieren.

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Psalm 90,12) Tatsächlich lehrt uns die Nähe des Todes, das Leben als Geschenk zu begreifen. Unser Leben darauf auszurichten heißt, bewusst zwischen Wichtigem und Unwichtigem zu unterscheiden. Zur Bilanz eines erfüllten Lebens gehören nicht nur Erfolg, Besitz oder Leistung, sondern alles, was einen Menschen zu einer unverwechselbaren Persönlichkeit gemacht hat.

Wer auf diese Weise über das Leben nachdenkt, bleibt bei dem Tod nicht stehen. Die Frage, was nach unserem Tod geschieht, lenkt den Blick auf unseren Glauben. Durch den Tod gehen Menschen nicht unwiederbringlich verloren, sondern sind in Gott unverlierbar geborgen. Das Leben hat einen Sinn und ein Ziel, das von Gott gegeben ist. Wer auf Gottes Liebe vertraut und zuversichtlich, zufrieden und dankbar durchs Leben geht, wird leichter loslassen können, wenn seine Zeit gekommen ist.

„Nun aber bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
(1.Korinther 13,13)