Fragen rund um Trauerfeier und Bestattung
Was, wenn die/der Verstorbene aus der Kirche ausgetreten war?
Wer aus der Kirche austritt, wünscht möglicherweise keine kirchliche Begleitung für sich. Der Wille des verstorbenen Menschen sollte allerdings respektiert werden. In besonderen Fällen kann aus seelsorgerlichen Gründen auf Wunsch der Angehörigen dennoch eine kirchliche Trauerfeier stattfinden. Sprechen Sie mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer darüber.
Was kostet die kirchliche Trauerfeier?
Die Kosten für die Aussegnung, das Trauergespräch, den Gottesdienst und den seelsorgerlichen Beistand durch die Pfarrerin oder den Pfarrer trägt die evangelische
Kirche. Für die Nutzung der Trauerkapelle werden je nach kommunaler
Satzung Gebühren erhoben. Ein Trauergottesdienst in einer kircheneigenen
Kapelle oder in selteneren Fällen in einer Kirche ist in den meisten
Fällen kostenlos, eventuell werden Entgelte für Küsterdienste oder Heizung
erhoben.
Was ist bei der Auswahl des Sarges und des Blumenschmuckes zu beachten?
Die Kosten für den Sarg und den Blumenschmuck unterscheiden sich stark. Ein würdevoller Abschied verlangt nicht nach der teuersten Lösung. Wenn Sie ein Bestattungsinstitut beauftragen, wird es Sie dahin gehend beraten, einen angemessenen Rahmen zu finden.
Welche Musik kann gespielt werden?
In Friedhofskapellen stehen in vielen Fällen sowohl eine Orgel als auch ein
CD-Player zur Verfügung. Eine Organistin oder ein Organist kann die Trauerfeier
begleiten, das ist vor allem dann geeignet, wenn die Trauergemeinde
singt, vielerorts kann auch ein/e Solist/in, etwa für Cello oder Querflöte,
engagiert werden. In allen anderen Fällen können geeignete Stücke von
einer CD eingespielt werden (hierbei werden GEMA-Gebühren fällig). Die
Musikauswahl sollte unbedingt mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer abgesprochen
werden.
Muss bei einer Trauerfeier unbedingt gesungen werden?
Natürlich kann man auf Lieder bei der Trauerfeier verzichten. Aber bedenken Sie, dass der Gesang viele Menschen in ihrem Schmerz trösten kann. Auch wenn Sie selbst nicht singen wollen oder können, gibt es meist Menschen im Trauergottesdienst, die mitsingen. Es ist auch möglich, neben dem Gesang ein oder zwei Instrumentalstücke spielen zu lassen.
Wann endet der Beistand der evangelischen Kirche?
Genau genommen nie. Kirchliche Formen des Gedenkens, wie zum Beispiel die Ewigkeitssonntage (Totensonntage), halten die Erinnerung wach. Die Pfarrerin oder der Pfarrer wird Sie auf Ihren Wunsch hin auch in Zukunft besuchen. Darüber hinaus gibt es in vielen Gemeinden spezielle Angebote wie Besuchskreise oder Trauergruppen, an denen Sie teilnehmen können.
Gibt es eine ökumenische Bestattung?
Eine Bestattung erfolgt in der Regel in der Konfession der oder des Verstobenen. Ausnahmen sollten mit der zuständigen Pfarrerin oder dem Pfarrer abgesprochen werden.
Kann jemand, der sich das Leben genommen hat, kirchlich bestattet werden?
Ja, eine Selbsttötung ist kein Hinderungsgrund für eine kirchliche Bestattung.
Welche Angebote hält die Kirche noch bereit?
In vielen Kirchengemeinden gibt es Besuchsdienste und feste Gruppen für trauernde Angehörige. Spezielle Angebote wenden sich z. B. an Eltern, die ein Kind verloren haben, oder an Angehörige nach einem Suizid in der Familie.
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN