Pressemitteilung der EKHN, Nr. 18 / 2005
„Persönliches und einzigartiges Charisma“
Kirchenpräsident Dr. Steinacker würdigt den verstorbenen
Papst Johannes Paul II
Hintergrund:
Zum Tod des Papstes: Erklärung des Vorsitzendes des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
Evangelischer Bund: Johannes Paul II - Ein Papst großer Hoffnungen und Widersprüche
Evangelisches Verständnis vom Papstamt
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen evangelischer und katholischer Kirche
Darmstadt, 2.4. 2005. Als einen der bedeutendsten Männer der Zeitgeschichte hat Kirchen-präsident Dr. Peter Steinacker den verstorbenen Papst Johannes Paul II. gewürdigt. Wörtlich sagte er: „Durch sein persönliches und einzigartiges Charisma und durch die globale Kraft der Medien ist dieser Papst im Bild der Öffentlichkeit zum einzigen wirklich weltweit aner-kannten Sprecher der Christenheit geworden. Auf seinen vielen Reisen, in zahllosen theolo-gischen Lehrschreiben und Enzykliken hat er die Welt immer wieder eindringlich zu Frieden und Menschlichkeit gemahnt. Als evangelischer Christ erkenne ich das dankbar an.“
Gleichwohl, so Steinacker, sei sein Gedenken an den Papst auch von Enttäuschung geprägt. Denn entgegen der großen Offenheit, die Johannes Paul II. auch auf seinen vielen Reisen gezeigt habe, sei die evangelisch-katholische Ökumene
besonders in den letzten Jahren dieses Pontifikats eher von Stagnation und Rückschritten gekennzeichnet gewesen. „Vieles, was vor Jahren an Gemeinsamkeiten noch möglich schien und von den Menschen in unse-ren Gemeinden längst gelebt wird,
stößt von Rom aus neu auf überwunden geglaubte Vor-behalte und Einsprüche. So steht der persönlichen Stärke dieses Papstes die traurige Tatsa-che gegenüber, dass die Kraft eines gemeinsamen christlichen Zeugnisses für
die Welt nicht in gleichem Maße gewachsen ist,“ sagte der Kirchenpräsident.
Verantwortlich: Oberkirchenrat Dr. Joachim Schmidt
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN