Pressemitteilung der EKHN, Nr. 57 / 2005
EKHN-Verwaltungen ausgezeichnet
Beim Internationalen Speyerer Qualitätswettbewerb in Linz war die Evangelische Kirche vorne dabei
Linz/Darmstadt/Gernsheim/Speyer, 28. September 2005. Als Teilnehmer des 7. Internationalen Speyerer Qualitätswettbewerbs haben die Kirchenverwaltung und die Regionalverwaltungen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eine besondere Anerkennung für die „beispielgebende Einführung eines Qualitätsmanagements in den regionalen Verwaltungen der EKHN“ erhalten. Der Preis wurde am 28. September von der Hochschule für Verwaltungswissen-schaften mit Sitz in Speyer verliehen. Die feierliche Preisverleihung fand unter dem Motto „Lust auf Zukunft – Innovation und Veränderung“ im Rahmen eines zweitägigen Kongresses in Linz in Oberösterreich statt.
Der Rektor der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Prof. Dr. Rudolf Fisch und die schweizerische Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz überreichten die Auszeichnung dem Stellvertreter der Leiterin der Kirchenverwaltung, Oberkirchenrat Wolfgang Heine, Kirchenrätin Monika Griep, Projektreferent Timo Keller und dem Leiter der Regionalverwaltung Starkenburg-West Harald Kouba. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, reagierte Oberkirchenrat Heine: „Es macht uns stolz, als kirchliche Verwaltung in Anbetracht des Teilnehmerfeldes und der mehr als 20 Bewerbungen in der Kategorie Qualitätsmanagement unter die ersten 10 gelangt zu sein.
Renommierter Preis im deutschsprachigen Raum für öffentliche Verwaltungen
Der renommierte Speyerer Qualitätswettbewerb wird seit 1992 von der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer im dreijährigen Turnus ausgeschrieben und von den Bundesregierungen der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz
unterstützt. Er richtet sich an alle öffentlichen Verwaltungen der drei Länder, mit dem Ziel besonders innovative und nachahmenswerte Beispiele der Verwaltungsmodernisierung hervorzuheben. Prämiert werden deshalb neben „Qualität
in der Verwaltung“ unterschiedliche Kategorien wie „Innovatives Haushaltsmanagement“ und „Korruptionsbekämpfung“. Alle Konzepte müssen sich bereits in überprüfbarer Weise in der Praxis bewährt haben.
Die Bewerbung der EKHN musste im diesjährigen Wettbewerb in einem Feld von insgesamt 100 Bewerbungen bestehen, von denen in neun Preiskategorien insgesamt 44 mit Preisen und Anerkennungen bedacht wurden. Mit Bundeskanzleramt, Bundesministerien, Landesbehörden
und Großstadtverwaltungen bis hin zur kleinen Kommune war das gesamte Spektrum öffentlicher Verwaltung vertreten. Die EKHN war als erste und einzige kirchliche Verwaltung im Wettbewerb.
Anerkennung für die Strukturreform und das Engagement der Beteiligten
Die Jury würdigte mit ihrer Anerkennung die in den letzten drei Jahren geleistete Arbeit zur Etablierung eines modernen Qualitätsmanagements in den Regionalverwaltungen. Sie wurden unter Leitung der verantwortlichen Referentin, Kirchenrätin Monika Griep, in die Lage versetzt, Aspekte wie Kundenservice oder Effizienz ihrer Arbeitsabläufe einer ständigen Verbesserung zu unterziehen.
Das prämierte Konzept wurde maßgeblich von den Leitungen der Regionalverwaltungen Herborn-Biedenkopf (Harald Hortien), Rheinhessen (Helmut Fetzer) und Alsfeld (Klaus Dieter Döll) mitentwickelt. Die Juroren-Delegation verschaffte sich am Beispiel der Regionalverwaltung Starkenburg-West in Gernsheim vor Ort ein Bild der Arbeit mit dem neuen Qualitätsentwicklungs-system. Die spürbare Motivation und das Engagement der Mitarbeitenden in der Regionalverwaltung Starkenburg-West und ihres Leiters Harald Kouba hat zum Erfolg der Bewerbung entscheidend beigetragen. Für Frau Kirchenrätin Griep ist die Auszeichnung deshalb, „zugleich auch eine Anerkennung des besonderen Engagements aller Beteiligten in allen Regionalverwaltungen der EKHN“.
Timo Keller, Projektreferent Verwaltungsreform in der Kirchenverwaltung, sieht im Ergebnis des Wettbewerbs eine Bestätigung für die Reform der Verwaltungsstrukturen in der EKHN insgesamt, mit der aus ehemals 26 Rent- und Gemeindeämtern die neuen 14 Regionalverwaltungen gebildet wurden.
Ministerpräsident: Verwaltungen schaffen sich ihre Bedingungen nicht selbst
Der 7. Internationale Speyerer Qualitätswettbewerb hat nach Kellers Einschätzung deutlich gemacht, dass sich Verwaltungen in puncto Innovation nicht gering schätzen müssten. Bei aller berechtigter Kritik, so der Ministerpräsident des Landes Oberösterreich, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, werde oft vergessen, dass sich die Verwaltungen ihre Rahmenbedingungen nicht selbst schaffen: „Die Gleichen, die am Vormittag eine Verordnung fordern, beklagen am Nachmittag die ausufernde Bürokratie“. Eine Einschätzung, die sicherlich auch Mitarbeiterinnen und –mitarbeiter kirchlicher Verwaltungen teilen können.
Fotohinweis
Ein Foto von der Preisverleihung können Sie Rechte frei hier herunterladen.
Es zeigt v.l.n.r. den Rektor der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Prof. Dr. Rudolf Fisch, die schweizerische Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz, Kirchenrätin Monika Griep und den Stellvertreter der Leiterin der Kirchenverwaltung Wolfgang
Heine.
Darmstadt, 7. Oktober 2005
Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher
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