Pressemitteilung der EKHN, Nr. 41
Neue Pröpstin ab Sonntag offiziell im Amt
Festgottesdienst in Frankfurt für Gabriele Scherle
Frankfurt, 8. Oktober 2006. Mit einem Festgottesdienst in der Heiliggeistkirche in Franfurt und anschließendem Empfang wird Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker am Sonntag, den 8. Oktober, um 15 Uhr die neue Pröpstin für die Propstei Rhein-Main offiziell in ihr Amt einführen. Pfarrerin Gabriele Scherle tritt damit die Nachfolge von Helga Trösken an, die als erste Frau dieses leitende geistliche Amt drei Wahlperioden lang, von 1988 bis 2006, inne gehabt hatte. Scherle war von der Kirchensynode der EKHN in Frankfurt am 4. Mai 2006 gewählt worden.
Zur Person
Gabriele Scherle wurde im März 1952 in Pforzheim in einer bäuerlichen Waldenser-Familie geboren. Sie absolvierte nach der Schule eine Ausbildung für den mittleren Beamtendienst in der Finanzverwaltung. Anschließend arbeitete sie zwei Jahre lang als Steuerassistentin und qualifizierte sich für die Fachhochschulreife. Sie studierte zunächst an der Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen in Freiburg und schloss an der Gesamthochschule in Siegen als Diplomsozialarbeiterin ab. Von 1975 an arbeitete sie als Sozialarbeiterin am Psychiatrischen Krankenhaus Marburg und als pädagogische Mitarbeiterin bei der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden in Bonn. 1979 begann sie als Stipendiatin des Evangelischen Studienwerks Villigst ihr Theologiestudium in Bonn, später wechselte sie nach Berlin, Jerusalem, Bochum und Wuppertal, wo sie 1987 das I. Theologische Examen ablegte. Ihr Lehrvikariat absolvierte Scherle in der Wiesbadener Bergkirchengemeinde. Für das anschließende Spezialvikariat ging sie nach Dublin an die Irish School of Ecumenics. 1990 wurde sie in Neu Isenburg als Pfarrerin ordiniert, wo sie bis 1999 in der Johannesgemeinde arbeitete. Dann wurde sie Friedenspfarrerin der EKHN. Seit September 2004 war sie Dozentin für Führung und Leitung im Weiterbildungszentrum Burkhardthaus der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Gelnhausen.
Scherle war von 1980 bis 1984 stellvertretende Vorsitzende der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste in Berlin, absolvierte von 1998 bis 2001 eine berufsbegleitende Ausbildung in Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung und wirkte seitdem als ehrenamtliche Gemeindeberaterin in der EKHN. Sie gehört dem Arbeitskreis Kirche und Israel, dem Vorstand der Martin-Niemöller-Stiftung und dem Ausschuss für Diakonie, Mission und Ökumene der EKD-Synode an. Gabriele Scherle ist verheiratet mit Dr. Peter Scherle, Professor am Theologischen Seminar in Herborn.
Pröpstin, Propstei und Leitendes Geistliches Amt
Die EKHN ist in sechs Propsteien untergliedert. Die Propstei Rhein-Main mit Sitz in Frankfurt reicht von Ginsheim-Gustavsburg im Westen bis nach Seligenstadt im Osten sowie von nördlichen Stadtrand Frankfurts bis nach Egelsbach im Süden. Zur Propstei gehören circa 335 000 evangelische Christen in knapp 150 Gemeinden und neun Dekanaten. Die Pröpstin ist als geistliche Repräsentantin zuständig für die Begleitung und Visitation der Gemeinden, Pfarrerinnen und Pfarrer, für die Besetzung der Stellen und Ordinationen. Zusammen mit ihren fünf Kolleginnen und Kollegen sowie dem Kirchenpräsidenten und dessen Stellvertreterin bildet die Pröpstin das Leitende Geistliche Amt, das als Gremium die Bischofsfunktion, also die geistliche Leitung, in der EKHN ausübt.
Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN