Pressemitteilung der EKHN, Nr. 48
Schwerpunktthema: Zukunft des Sozialstaats
Kirchensynode der EKHN tritt in Frankfurt zusammen
Frankfurt, 22.- 25. November 2006. Von Mittwoch bis Samstag tritt die Zehnte Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zu ihrer fünften Tagung in Frankfurt zusammen. Die Tagung findet unter der Leitung von Präses Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer im großen Saal des Evangelischen Regionalverbands statt, sie ist öffentlich. Die 161 Synodalen, die das maßgebende Organ der EKHN sind, werden den Haushalt für 2007 verabschieden.
Der vorgelegte Haushaltsentwurf weist in den einzelnen Arbeitsgebieten keine wesentlichen strukturellen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf. Die Einnahmen aus der Kirchensteuer konnten im Entwurf allerdings auf 379 Millionen Euro erhöht werden (Vorjahresansatz: 348 Mio. Euro). Hintergrund hierfür sind im wesentlichen auf wenige Jahre befristet wirkende steuerrechtliche Effekte, die mittelfristig nicht fortgeschrieben werden können. Daher sollen die Mehreinnahmen zur allgemeinen Haushaltsvorsorge in die Rücklagen überführt werden, die in den Jahren 2002 bis 2004 erheblich zur Deckung der Haushalte reduziert worden waren. Der Haushalt hat insgesamt ein Volumen von 462.034.949 Euro (Vorjahr: 434.837.452 Euro). Für die Zukunft rechnet die evangelische Kirche angesichts der demografischen Entwicklung mit sinkenden Mitgliederzahlen und sinkenden Einnahmen. Darauf bereitet sich die EKHN derzeit mit einem Prioritätenprozess vor, über den die Synode allerdings erst auf ihrer nächsten Tagung im April 2007 entscheiden will.
Besuch des Bischofs aus Kassel
Erstmalig besucht der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck Prof. Dr. Martin Hein die EKHN-Synode, wo er am Donnerstagmittag über Möglichkeiten zur stärkeren Kooperation der beiden Kirchen sprechen wird. Auf der Grundlage eines vorbereitenden Studientags wird sich die Synode als Schwerpunktthema mit der Zukunft des Sozialstaats befassen sowie eine neue Leitung für das Dezernat I (kirchliche Praxis) in der Kirchenverwaltung berufen. Ein Überblick über die Themen und den vorläufigen Zeitplan ist hier zu finden.
Hintergrund: Synode
Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ der EKHN“. Sie besteht derzeit aus 161 Personen, 145 werden von den 50 Dekanatssynoden der EKHN gewählt, zwei repräsentieren die Reformierte Stadtsynode aus Frankfurt. 14 Mitglieder wurden aufgrund ihres besonderen Sachverstands von der Kirchenleitung berufen. Gemäß Kirchenordnung gehören der Synode jeweils ein Drittel Pfarrerinnen und Pfarrer sowie zwei Drittel Laien an. Die Synode erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl wichtige Leitungsämter, beschließt den Haushalt und trifft wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten ihre Entscheidungen vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit dem Präses an der Spitze. Dieses Amt hat derzeit Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer inne.
Darmstadt, den 20. November 2005
Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN