Pressemitteilung der EKHN

19. Februar 2007

Tannhäuser und Theologie fanden in Frankfurt sehr viel Interesse

Erstes Kulturprojekt der EKHN-Stiftung mit großem Erfolg abgeschlossen

Das erste Projekt der neu gegründeten EKHN-Stiftung ist am Sonntag mit großem Erfolg zu Ende gegangen. Die Stiftung, zu deren Ziel es gehört, den Dialog zwischen Kunst, Kultur und der Kirche zu fördern, hatte in ihrem ersten Projekt mit der Oper Frankfurt kooperiert. Zu deren Neuinszenierung des „Tannhäuser“ von Richard Wagner bot die Stiftung einen theologischen Einführungsvortrag und einen Gottesdienst an.

Pilgerszene aus dem Tannhäuser - Foto: Oper Frankfurt
Pilgerszene aus dem Tannhäuser
Foto: Oper Frankfurt

Zum Einführungsvortrag über „Die Utopie der Liebe“, den Kirchenpräsident Prof. Dr. Peter Steinacker am Valentinstag (Mittwoch) hielt, platzte der Chagall-Saal in der Oper aus allen Nähten. Knapp die Hälfte der 400 Besucherinnen und Besucher fand darin keinen Platz mehr und lauschte den Ausführungen über Erotik und Religion in Wagners Tannhäuser im Foyer. Dorthin hatte die Oper spontan eine akustische Übertragung eingerichtet.

Mit nahezu 600 Menschen war die Katharinenkirche dann beim Gottesdienst am Fastnachtssonntag übervoll. Pfarrerin Gita Leber und Kirchenpräsident Steinacker brachten darin die Liebessuche des Tannhäuser mit dem Hohenlied der Liebe in Verbindung. Die Aufführung des Tannhäuser am Vorabend hatte allerdings die letzten Kräfte der durch Krankheit ohnehin geschwächten Ensemble-Mitglieder der Oper gekostet. Danielle Halbwachs die im Tannhäuser die Elisabeth darstellt und Michael Nagy, im Tannhäuser der Wolfram, konnten nicht kommen. Für letzteren ist spontan Johannes Martin Kränzle eingesprungen. Er ist ebenfalls Opernsänger in Frankfurt, derzeit aber mit einer andern Oper beschäftigt und deshalb nicht im Tannhäuser Team. Er trug die Arie des Minnesängers Wolfram spontan vor und bekam dafür zusammen mit dem Pianisten der Oper Hartmut Keil und dem Organisten der Katharinenkirche Prof. Martin Lücker großen Beifall.

Eine Kurzfassung von Peter Steinackers Vortrag "Erotik und Religion - Die gescheiterte Utopie in Richard Wagners Tannhäuser "
hier zum Download (PDF)

Predigt des Kirchenpräsidenten:
"Die Sinnlichkeit des Pilgers - zum Verhältnis von Erotik und Religion bei Richard Wagner und im `Hohenlied´ der Bibel" (PDF)

Gemeindepfarrerin Leber, die die Liturgie mitgestaltet hat, zeigte sich hoch herfreut, dass der Gottesdienst so gut aufgenommen wurde: „Unsere Kirche ist ein guter Ort für die Begegnung des Glaubens mit großer Kunst. Dies geschieht schon durch unsere Orgelkonzerte und die Bachvespern. Und nun auch durch den Tannhäuser-Gottesdienst. Das wollen wir weiter ausbauen.“

Die Geschäftsführerin der EKHN-Stiftung Friederike von Bünau sieht die Aufgabe der Stiftung eindrucksvoll bestätigt: „Religiöse Themen und Kultur sind tief miteinander verwoben und viele Menschen suchen danach. Ihnen bei ihrer Suche etwas niveauvolles und hilfreiches anzubieten ist Zweck der Stiftung. Und diesem Zweck hat sie mit dem Tannhäuser-Projekt mit ganz großem Erfolg entsprochen.“ Von Bünau lobte auch die gute und engagierte Zusammenarbeit mit der Oper Frankfurt, die der Aufgabe beider Seiten bestens gedient habe.

Weitere Aufführungstermine: 15., 20., 24., 28. Juni sowie am 1. Juli 2007. Jeweils um 18.00 Uhr

Verantwortlich: Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher