Pressemitteilung der EKHN 2007
EKHN eröffnet 14. Aktion "Hoffnung für Osteuropa" am 25. März in Frankfurt/M. und legt Bilanz 2006 vor
Kinder aus der Tschernobyl-Region zu GastKampf gegen Armut mit knapp 100.000 Euro unterstützt
Auch im Jahr 2006 engagierten sich in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zahlreiche Kirchengemeinden und Initiativen in Projekten für Ost- und Mitteleuropa. Belarus, und hier insbesondere die vom Reaktorunfall von Tschernobyl noch heute betroffenen Menschen sind dabei ein Schwerpunkt.
Die Projektträger erhielten im Rahmen der Aktion "Hoffnung für Osteuropa" jeweils Zuschüsse für ihre Projekte, nach dem Motto, die geringen Mittel möglichst vielen Kirchengemeinden zukommen zu lassen. Insgesamt betrugen die Zuschüsse in der Landeskirche 58.007,- Euro, mit weiteren 38.967,- euro wurden bundesweite Projekte bezuschusst. Weitaus höhere Beträge investierten die Projektträger selbst.
So betragen beispielsweise die Kosten einer Kirchengemeinde für die Einladung an Kinder, die von den Tschernobyl-Folgen geschädigt sind, zwischen 5.000 und 25.000,- Euro. Im Sommer 2006 ha-ben insgesamt 427 Kinder und belarussische Betreuer/innen an Erholungsmaßnahmen auf dem Kirchengebiet von Hessen und Nassau teilgenommen. Insgesamt 17 Tschernobyl-Kindererholungsmaßnahmen wurden in 2006 in der EKHN gefördert. Um auch in 2007 die Erholungsaufenthalte zu ermöglichen, werden dringend Spenden benötigt.
Weitere Informationen:
Programm der Eröffnung (PDF, 75 KB)
Berichte von Freiwilligen (PDF, 138 KB)
Spendenaufkommen insgesamt (PDF, 17 KB)
Kontakt:
Fachbereich Ökumenische Diakonie im Zentrum Ökumene
Beauftragter Ökumenische Diakonie:
Pfarrer Dr. Hans Jürgen Steubing
Tel.:
069-9765-18-36,
Fax:
069-9765-18-29
E-Mail: Hans.Steubing@zoe-ekhn.de
Sachgebietsleiterin - "Hoffnung für Osteuropa":
Marija Klocke-Marusic
Tel.:
069-9765-18-37,
Fax:
069-9765-18-29
E-Mail: Marija.Klocke@zoe-ekhn.de
Zentrum Ökumene
Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main
Internet: www.ekhn.de/hoffnung-fuer-osteuropa
Spenden-Konto:
"Hoffnung für Osteuropa"
4 100 000
Gesamtkirchenkasse der EKHN
Evangelische Kreditgenossenschaft Frankfurt
BLZ 500 605 00
Weitere Projekte wurden in Ungarn, Rumänien, Polen, der Ukraine, Slowakei, Bosnien, Kali-ningrad (Russland) durchgeführt. Die Zielgruppen sind vor allem die sozial Benachteiligten, alte Menschen, Kinder, (Straßenkinder, Waisenkinder), Roma, kranke und behinderte Menschen, Frau-engruppen. Hier wird nach Möglichkeiten gesucht, mit den kirchlichen Einrichtungen, Selbsthilfe-gruppen, NGOs, staatlichen Einrichtungen, Krankenhäusern, Schulen, Sozialstationen vor Ort zu-sammenzuarbeiten.
In den seit dem 1. Mai 2004 in die EU aufgenommenen neuen Mitgliedsstaaten haben sich die Le-bensbedingungen der Menschen meistens nur in einigen Gebieten, beispielsweise in den Haupt-städten zum Besseren gewandelt. In anderen Gegenden, vor allem auf dem Land, sind die Verhältnisse oftmals noch schlimmer geworden. Der Transformationsprozess ist nicht abgeschlossen, und vor allem sind die sozialen Sicherungssysteme nicht an die neuen Umwälzungen angepasst worden.
So berichten die Generaldirektorin der Polnischen Diakonie, Frau Wanda Falk, dass aus den aktuell veröffentlichten Untersuchungen in Polen hervorgeht, dass mehr als die Hälfte der auf dem Lande lebenden Familien in Armut lebt. Dabei ist Polen ein Land mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten - nur profitieren davon eben nicht große Bevölkerungsteile. In der EKHN unterstützen Kirchengemeinden, Vereine, Dekanate in Polen Kinderheime, Altenheime, Frauenprojekte sowie Sozialschwache in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche und Diakonie im Teschener Land (Grenze Tschechien/Slowakei), Masuren sowie Suvatki (Grenzdreieck Kaliningrad/Litauen). Alle diese Projekte werden durch Zuschüsse der Aktion "Hoffnung für Osteuropa" gefördert.
Der Kampf gegen die Armut wird von den Projektpartnern in Ost- und Mitteleuropa als "eine riesen-große Herausforderung" auch für die Diakonie bezeichnet - sowohl in den neuen EU-Mitgliedsstaaten als erst recht in den Ländern, die außen vor geblieben sind, berichtet Marija Klo-cke-Marusic, Sachgebietsleiterin Ökumenische Diakonie im Zentrum Ökumene der EKHN. Nach iher Einschätzung werden die vielfältigen Initiativen der evangelischen Christen erden noch lange erforderlich sein - wenn als Maxime die Verantwortlichkeit gilt, dass niemand für sich alleine lebt, und alle in der Gemeinschaft der Glieder am Leibe Christi leben.
Verantwortlich: Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN