Pressemitteilung der EKHN, Nr. 19 / 2007

24. April 2007

Schwerpunktthema: Perspektive bis 2025

Kirchensynode der EKHN tritt in Frankfurt zusammen



Frankfurt, 25. April 2007. Von Mittwoch bis Samstag kommt in Frankfurt die Zehnte Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit Präses Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer an der Spitze zu ihrer siebten Tagung zusammen. Die Tagesordnung sieht 51 Punkte vor, darunter auch das Strategiepapier „Perspektive 2025“, mit dem die EKHN ihre mittelfristige Planung beginnt. Seit einigen Jahren verliert die EKHN, wie andere Kirchen auch, jährlich knapp ein Prozent ihrer Mitglieder. Verantwortlich dafür sind in erster Linie demografische Gründe, das heißt die gegenüber den Sterbefällen rückläufigen Zahlen für Geburten und Taufen. Die EKHN geht deshalb davon aus, dass sie im Jahr 2025 nicht nur etwa ein Viertel weniger Mitglieder sondern auch entsprechend erheblich weniger Steuereinnahmen haben wird. Angesichts von derzeit 1,8 Millionen Mitgliedern in 1200 Gemeinden, knapp 10.000 Hauptamtlich Beschäftigten und 4000 Gebäuden will und muss sie ihre künftigen Möglichkeiten entsprechend rechtzeitig steuern.

Kirchenpräsident Prof. Dr. Peter Steinacker wird der Synode seinen traditionellen Bericht zur Lage von Kirche und Gesellschaft geben und darin das komplizierte Verhältnis eines säkularen Staates mit verschiedenen Religionsgemeinschaften reflektieren sowie der Frage nachgehen, wie sich in verschiedenen Bereichen des kirchlichen Handelns Menschen ihrer Religiosität vergewissern können. De Bericht zur Lebenssituation der Jugendlichen und Kinder wird sich anschließen.

Der Synode stellt sich der für die Propstei Südnassau zuständige Propst Dr. Sigurd Rink für eine zweite Amtszeit von sechs Jahren zur Wiederwahl. Die Synode hat auch über die Zukunft der Mitgliederzeitschrift ECHT sowie über die Weiterentwicklung der regionalen Öffentlichkeitsarbeit in den Dekanaten und über acht Gesetze oder Gesetzesänderungen zu entscheiden.

Hintergrund: Synode
Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ“ der EKHN. Sie besteht derzeit aus 161 Personen, 145 werden von den Dekanatssynoden der EKHN gewählt, zwei repräsentieren die Reformierte Stadtsynode aus Frankfurt. 14 Mitglieder wurden aufgrund ihres besonderen Sachverstands von der Kirchenleitung berufen. Zusätzlich nehmen fünf Jugenddelegierte mit Rederecht an den Sitzungen teil. Der Synode gehören ein Drittel Pfarrerinnen und Pfarrer sowie zwei Drittel Laien an. Die Synode erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl wichtige Leitungsämter, beschließt den Haushalt und trifft wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten ihre Entscheidungen vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit dem Präses an der Spitze. Dieses Amt hat derzeit Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer inne.
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