Pressemitteilung Nr. 45 der EKHN, 2007

06. September 2007


"So viele Kirchen offen wie noch nie zuvor"

 

Kirchenpräsident Steinacker weist auf Tag des offenen Denkmals am Sonntag hin
Lob für gute Zusammenarbeit mit Denkmalschutz

 

Darmstadt, 9. September 2007. „Sakralbauten sind Orientierungspunkte unserer Gesellschaft und sie sind Glaubenszeugnisse, Orte der Hoffnung. Wir müssen und wollen sie erhalten, aber nicht unbedingt alle“. Darauf hat Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker anlässlich des Tages des offenen Denkmals am Sonntag hingewiesen. „An diesem Tag werden so viele Kirchen in Deutschland offen sein wie noch nie zuvor“, erwartet Steinacker. Eine rege Beteilung der Kirchengemeinden sei garantiert. Er hoffe nun auf reges Interesse vieler Menschen an diesen Orten der Einkehr. Die Stiftung Denkmalschutz hat den Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr unter das Motto „Orte der Einkehr und des Gebets – Historische Sakralbauten“ gestellt. Steinacker lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Denkmalsschutz, die täglich vor Ort gute Früchte trage.

Balance zwischen Gebäuden und anderen Aufgaben der Kirche

Die Kirche sei sich ihrer kulturellen Bedeutung bewusst und wende erhebliche Mittel zur Erhaltung der Kirchen auf - „und das mit Erfolg“, betonte Steinacker. Der Bestand sei auf dem Gebiet der EKHN insgesamt in gutem Zustand. Die EKHN investiere dafür jährlich etwa 40 Millionen Euro ,des entspreche einem Zehntel ihrer Einnahmen. Dieses Verhältnis müsse auch in Zukunft gewahrt bleiben, denn die Kirche müsse ihre Aufwendungen für die Gebäude und für andere Aufgaben im Dienst Gottes und der Menschen in einer angemessenen Balance halten. Nachlassende Einnahmen und Mitgliederzahlen müssten deshalb auch zur eine Reduktion des Gebäudebestands führen. Dabei würden die Kirchengebäude angesichts ihrer besonderen Bedeutung für die Gesellschaft und die einzelnen Menschen am aufmerksamsten behandelt.

Kristallisationspunkte des öffentlichen Lebens/Getränkt von Gebeten und Liedern

Kirchen seien an vielen Orten die interessantesten Gebäude, sie prägten die Silhouette viele Städte maßgeblich mit, markierten öffentliche Plätze und seien damit „Kristallisationspunkte des öffentlichen Lebens“, sagte Steinacker. Der Kirchenpräsident hob auch die geistliche Bedeutung der Kirchen hervor. Bis zu 40 Generationen hätten in den alten Kirchen in Deutschland ihre Freude und ihr Leid vor Gott getragen. „Die Mauern sind getränkt von ihren Gebeten und Liedern und von der Antwort des Glaubens , die sie darauf empfangen haben“, das mache ihre besondere Atmosphäre aus, sagte Steinacker.

Kirchen in Zahlen

In Deutschland gibt es nach Ermittlungen der Evangelischen Kirche in Deutschland circa 50.000 Kirchen, je zur Hälfte katholisch und evangelisch. In Hessen gibt es etwa 2000 evangelische Kirchen. Sie gehören je zur Hälfte zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Diese hat in ihrem rheinland-pfälzischen Teil weitere 300 Kirchen.

Darmstadt, 7. Oktober 2007      

Verantwortlich: Pfarrer Stephan Krebs