Pressemitteilung Nr. 49 der EKHN, 2007

17. September 2007

Kirchensynode feiert 60 Jahre EKHN


Neues Finanzzuweisungssystem für Gemeinden und Dekanate wird beraten

 

Montabaur, 29. September 2007. Die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wird am Samstag, den 29. September 2007, im rheinland-pfälzischen Montabaur zusammentreten. Für Präses Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer und die 161 Synodalen, die zusammen das maßgebende Organ der EKHN bilden, ist es weit mehr als eine normale Arbeitstagung. Sie werden in Montabaur zunächst mit einem Festgottesdienst das 60-jährige Bestehen der EKHN feiern. Die EKHN war am 30. September 1947 in Friedberg gegründet worden. Ihre Vorgängerin, die Evangelische Landeskirche Nassau-Hessen, war 1933 auf Druck des NS-Regimes zustande gekommen und 1945 wieder in die ehemals selbstständigen Kirchen im Herzogtum Nassau, im Großherzogtum Hessen und in der ehemals freien Stadt Frankfurt zerfallen. 1947 bestätigte die Gründungsversammlung das Kirchengebiet, gab ihr unter der Leitung ihres ersten Kirchenpräsidenten Martin Niemöller aber eine gänzlich neue Ordnung und Struktur. Das Kirchengebiet umfasst in Hessen das Gebiet von Biedenkopf bis Neckarsteinach und in Rheinland-Pfalz die Landkreise Westerwald und Rein-Lahn sowie die Region Rheinhessen.

Jubiläumsschrift

Anlässlich des Jubiläums bringt die EKHN zum 29. September eine 126 Seiten starke Festschrift heraus, die Einblicke in ihre Geschichte bietet. Interessierte können sie bei der EKHN per oder 06151/405-288 bestellen.
Der stellvertretende Ministerpräsident und Staatsminister des Inneren und für Sport Karl Peter Bruch wird der Synode die Grüße der Landesregierung von Rheinland-Pfalz überbringen. Der aus Nastätten stammende Bruch wird danach selber erstmals als Synodaler tätig. Die EKHN hat ihn in dieses Gremium berufen.

Neues Finanzzuweisungssystem

Weitere wichtige Punkte auf der Tagesordnung sind der Vorschlag für ein neues Finanzzuweisungssystem, mit dem die EKHN die Verteilung der Mittel auf Kirchengemeinden und Dekanate einfacher regeln will, sowie das Strategiepapier „Perspektive 2025“, mit dem sich die EKHN auf die Veränderungen der Zukunft einstellen will.

Wie Präses Schäfer mitteilte, hat der Kirchensynodalvorstand die Jubiläumstagung der Synode nach Montabaur gelegt, um damit seine „Wertschätzung für die außerordentliche Aktivität dieser Region“ zum Ausdruck zu bringen. Schäfer verwies dabei auf das neue Evangelische Gymnasium in Bad Marienberg. Zudem liege ein Drittel des Kirchengebiets in Rheinland-Pfalz.

Hintergrund: Synode
Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ“ der EKHN. Sie besteht derzeit aus 161 Personen, 145 werden von den Dekanatssynoden der EKHN gewählt, zwei repräsentieren die Reformierte Stadtsynode aus Frankfurt. 14 Mitglieder wurden aufgrund ihres besonderen Sachverstands von der Kirchenleitung berufen. Zusätzlich nehmen fünf Jugenddelegierte mit Rederecht an den Sitzungen teil. Der Synode gehören ein Drittel Pfarrerinnen und Pfarrer sowie zwei Drittel Laien an. Die Synode erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl wichtige Leitungsämter, beschließt den Haushalt und trifft wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten ihre Entscheidungen vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit dem Präses an der Spitze. Dieses Amt hat derzeit Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer inne.

Verantwortlich: Pfarrer Stephan Krebs