Pressemitteilung der EKHN, 2007
EKHN startet Aktion „Weltweit wichteln“
Wie schon Kinder Globalisierung und internationale Partnerschaften gestalten können
Kirchenpräsident Peter Steinacker hat in der Kindertagesstätte der Darmstädter Petrusgemeinde die Aktion „weltweit wichteln“ eröffnet. Die EKHN ist eine der Pilotkirchen für diese neue bundesweite Aktion, mit der weltweite Partnerschaften und Kontakte auf Kind gemäße Weise gefördert werden sollen. Sie hatte in der Adventszeit des vergangenen Jahres zum ersten Mal stattgefunden. Dabei hatten sich in der EKHN auf Anhieb über 10.000 Kinder beteiligt. In diesem Jahr sind insbesondere Gruppen in Kindertagesstätten eingeladen, weltweit zu wichteln.
Weitere Informationen unter www.weltweit-wichteln.org
Weltweit Wichteln in der EKHN - Berichte aus den vergangenen Jahren
Auszeichnung:
2007 erhält "Weltweit wichteln" eine Urkunde des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als "best-practice"-Projekt.
Die Aktion überträgt den Brauch des Wichtelns auf internationale ökumenische Partnerschaften. Die Kinder in Darmstadt haben Handpuppen gestaltet, die dann mithilfe der Partnerschaft der Petrusgemeinde zu Kindergruppen südafrikanischen Port Elisabeth geschickt werden. Die Kita-Leiterin Waltraud Barak-Riemenschneider berichtete, dass die Kinder beim Basteln und Spielen mit den Puppen viele Fragen nach den Lebensgewohnheiten und der Lebenssituation der Kinder in Südafrika gestellt hätten. So hätten sie genau wissen wollen, wie dort das Geld aussieht, wie die Menschen dort schlafen und wie die Landschaft und die Häuser aussehen. Die Aktion habe auch das Interesse der Eltern geweckt.
„Partnerschaft auf Augenhöhe“
Die Aktion, deren Geschäftsstelle Annette Schumm im Evangelischen Missionswerk Südwestdeutschland (EMS) mit Sitz in Stuttgart leitet, hat drei Ziele:
- Kindern die Chance bieten, an internationalen Partnerschaften mitzuwirken und damit einen Beitrag zu leisten, sich früh in der globalisierten Welt zurecht zu finden.
- einseitigen Hilfsgestus der Reichen gegenüber den Armen vermeiden, indem die Kinder keine Hilfspakete schicken sondern persönliche Signale, die die Kinder in anderen Ländern auf gleiche Wiese beantworten können - „Partnerschaft auf Augenhöhe“.
- Fairen Handel bekannt machen
Schumm berichtete von steigendem Interesse auch außerhalb der evangelischen Kirche. Sie biete die Chance zu internationalem Handeln und treffe damit auch die Realität der heutigen Kinder, die in ihren Kita-Gruppen selbstverständlich Kinder aus vielen Ländern um sich hätten.
gez. Stephan Krebs, Pressesprecher EKHN
zurück | letzte Aktualisierung: 14.11.2007 | copyright by EKHN