Pressemitteilung der EKHN, Nr. 8 / 2008
“Ein tief im evangelischen Glauben verwurzelter Überzeugungspolitiker“
Kirchenpräsident und Präses würdigen Armin Clauss zum 70. Geburtstag
Frankfurt/Darmstadt, 16. März 2008. Am Sonntag feiert Armin Clauss seinen 70 Geburtstag. Clauss war von 1976 bis 1987 Hessischer Sozialminister. Er engagiert sich seit vielen Jahren in der Diakonie und war lange Zeit Mitglied der Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Kirchenpräsident Prof. Dr. Peter Steinacker würdigte Clauss als einen „im besten Sinne tief im evangelischen Glauben verwurzelten Überzeugungspolitiker“. Sein sozialpolitisches Engagement sei von hoher Sachkompetenz und großem persönlichen Engagement geprägt. Beispielhaft stehe er in politischen Debatten für seine persönliche Überzeugung ein. Clauss sei in der Sache sehr durchsetzungsfähig und zugleich von großer persönlicher Warmherzigkeit.
Der Präses der Kirchensynode Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer bezeichnete Clauss als „leuchtendes Beispiel für hauptamtlich in Staat und Gesellschaft getragene Verantwortung und zugleich für hohes ehrenamtliches Engagement in Kirche und Diakonie“. Er werde nicht müde, dieses ehrenamtliche kirchliche und gesellschaftliche Engagement auch von anderen einzufordern.
Zur Person
Armin Clauss wurde am 16. März 1938 in Lauffen am Neckar geboren. Nach der Schulzeit schlug er 1952 die Beamtenlaufbahn bei der Deutschen Bundespost ein. Nach einer Reihe von Fortbildungen besuchte er die Akademie der Arbeit an der Universität in Frankfurt am Main. Anschließend wechselte er 1961 als Assistent an die Fritz-Tarnow-Schule in Oberursel, die eine der DGB-Bundesschulen war. 1962 wurde Clauss, der seit 1952 Mitglied der IG Metall ist, hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär. Von 1972 bis 1976 war er Vorsitzender des DGB-Landesbezirks Hessen.
Gestalter zwischen Politik .....
Clauss, der seit 1959 Mitglied in der SPD ist, gehörte von 1970 bis 2003 dem Hessischen Landtag an. Er war mehrmals Vorsitzender der SPD-Fraktion oder dessen Stellvertreter. 1976 wurde Clauss Hessischer Staatsminister für Soziales. Er entwickelt es 1984 zum Ministerium für Arbeit, Umwelt und Soziales weiter. Mit der Bildung der rot-grünen Koalition 1985 wurde der Bereich Energie und Umwelt in ein eigenes Ministerium ausgegliedert, das Clauss nach dem Bruch der Koalition im Februar 1987 kommissarisch übernahm. Er schied 1987 aus der Regierung aus, nachdem diese bei der Wahl im April keine Mehrheit mehr bekommen hatte. Danach, von 1988 bis 1991, war Clauss Vizepräsident des Landtags.
.... und Kirche
Armin Clauss gehörte von 1992 bis 2004 der 8. und 9. Kirchensynode der EKHN an. Er ist seit vielen Jahren Mitglied im Hauptausschuss des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau (DWHN) und Vorsitzender der Hauptversammlung, dem Diakonischen Parlament des DWHN. Clauss hat maßgeblich die Errichtung der Diakonie-Stiftung gefördert. Bei deren Gründung im Jahr 2005 wurde er ihr erster Vorsitzender. Clauss ist zudem Vorsitzender der Diakoniekliniken in Frankfurt am Main und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der gemeinnützigen GmbH Agaplesion, in der sich evangelische Krankenhäuser zusammen geschlossen haben. Clauss gehört dem Arbeitskreis Diakonie und Sozialpolitik der Evangelischen Akademie Arnoldshain an. Für sein herausragendes Engagement in der Diakonie wurde ihm im Mai 2005 mit dem Goldenen Kronenkreuz die höchste diakonische Auszeichnung verliehen.
Nach seiner aktiven Politikerzeit hat Clauss zahlreiche weitere Ehrenämter im sozialen und bildungspolitischen Bereich übernommen. Dazu zählt auch die Mitarbeit im Verwaltungsrat des Hessischen Rundfunks.
Clauss lebt seit fast 50 Jahren in Frankfurt. Er ist verwitwet, hat zwei erwachsene Töchter und zwei Enkelkinder.
Darmstadt, 11. März 2008
Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher
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