Pressemitteilung der EKHN, Nr. 20 / 2008
Mehr Transparenz und Flexibilität beim Geld
EKHN-Synode beschließt neues Zuweisungssystem für Gemeinden und Dekanate
Frankfurt, 25. April 2008. Mit großer Mehrheit hat
die in Frankfurt am Main tagende Synode der Evangelischen Kirche in Hessen
und Nassau (EKHN) am 25. April ein neues Zuweisungssystem für die finanzielle
Ausstattung der Gemeinden und Dekanate beschlossen. Es ist einfacher, transparenter
und flexibler als das bisherige System und reduziert den Verwaltungsaufwand.
Nach dem neuen System erhalten die Gemeinden einen finanziellen Grundbetrag,
der sich ausschließlich an der Zahl der Mitglieder bemisst. Kleine
Gemeinden sind durch einen Mindestbetrag von 12.000 Euro abgesichert. Die
Zuweisungen für Gebäudekosten bei Kirchen und Gemeindehäusern
bleiben weitgehend unverändert bestehen. Die Bauunterhaltung der Pfarrhäuser
geht nun komplett in die Verantwortung der Gemeinden über, die dafür
entsprechende Zuweisungen erhalten. Kirchengemeinden bekommen zusätzliche
Budget-Mittel, wenn sie besondere Aufgaben wie Kindertagesstätten,
die im gesamtkirchlichem Auftrag durchgeführt werden, übernehmen.
„Die Verteilung der Mittel geschieht jetzt da, wo auch die Arbeit stattfindet, nämlich in den Gemeinden und Dekanaten“, sagte Präses Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer.
Reale Kosten werden sichtbar
Die Dekanate erhalten jeweils ein Budget für Personal-, Gebäude-
und Sachkosten, das sich ebenfalls an der Zahl der Kirchenmitglieder orientiert.
Darüber hinaus wird bei Dekanaten ein Flächenfaktor mit einbezogen.
Zwar werden die Gehälter der Pfarrerinnen und Pfarrer weiterhin von
der Gesamtkirche bezahlt. Aber zukünftig werden sie in den Dekanatshaushalten
mit abgebildet. Dadurch werden dort die tatsächlichen Kosten sichtbar.
Das bisherige System, in dem es neben Regelzuweisungen noch Sonder- und Ergänzungszuweisungen gab, entfällt. Heinz Thomas Striegler, Finanzdezernent der EKHN lobte das neue System: Die stärkere Budgetierung und Pauschalisierung vereinfachten und reduzierten den Verwaltungsaufwand und erhöhten Transparenz und Flexibilität für Gemeinden und Dekanate.
Der Haushalt der EKHN beträgt in diesem Jahr 491 Mio. Euro, wovon einschließlich der Kosten der Kosten des Gemeindepfarrdienstes rund zwei Drittel den Gemeinden und Dekanaten zur Verfügung stehen.
Darmstadt, den 24. November 2007
Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher
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