Pressemitteilung der EKHN, Nr. 25 / 2008

16. Mai 2008

EKHN trauert um Tobias Ihle

 

Kirchenpräsident: Kulturelles und kirchliches Leben in Worms und seinem Umland maßgeblich mitgeprägt
Propst Schütz: „Die Region mit großem Engagement, großer Kontinuität und Liebe bereichert“

 

Darmstadt, 16. Mai 2008. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) trauert um den verstorbenen Tobias Ihle. Er war Träger der Martin Niemöller-Medaille, der höchsten Auszeichnung der EKHN für ehrenamtliche Verdienste. Propst Dr. Klaus-Volker Schütz würdigte Ihles Engagement für die kirchenmusikalische Arbeit in der Region Rheinhessen. Ihle habe die Region „mit großem Engagement, großer Kontinuität und Liebe durch viele Jahre hindurch bereichert und geprägt“. Wörtlich sagte er: „Wir werden Professor Ihle sehr vermissen und ihm ein ehrendes Angedenken erhalten.“

Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker erinnerte an Ihles Jahrzehnte langes Engagement in Leitungsgremien der Kirche, die von „beharrlicher kirchengemeindlicher Basisarbeit über Leitungsverantwortung bis zu hochkulturellen Aufführungen“ gereicht habe. „Professor Ihle hat mit seiner kirchenmusikalischen Begabung und seiner Gremienarbeit das kulturelle und das kirchliche Leben der Lutherstadt Worms und seines Umlandes maßgeblich mitgeprägt und damit zur Verkündigung des Evangeliums beigetragen.“

Zur Person

Tobias Ihle wurde 1924 in Worms geboren. Er studierte Schulmusik und Evangelische Theologie und Germanistik in Mainz und Heidelberg und war ab 1952 zunächst im höheren Schuldienst tätig. 1963 wechselte er als Dozent für Musik an die Erziehungswissenschaftliche Hochschule in Worms. 1972 wurde er zum Professor ernannt und lehrte von 1978 bis 1994, zwei Jahre über seine offizielle Emeritierung mit 67 Jahren hinaus, Musik an der Mainzer Universität.

Von 1946 an leitete Ihle in der Evangelischen Magnusgemeinde in Worms den Singkreis und spielte die Orgel. Dem Kirchenvorstand dieser Gemeinde gehörte er über 30 Jahre lang an, zeitweilig war er dessen Vorsitzender und Mitglied der Dekanatssynode. Von 1974 bis 1979 war Ihle Mitglied der Kirchensynode der EKHN. 1955 gründete er die Wormser Kantorei, die er bis 2000 leitete. Von 1977 bis 1999 leitete er zudem das Wormser Kammerorchester. Im Oktober 2006 überreichte ihm Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker die Martin Niemöller-Medaille, die er als 18. Träger in der Geschichte der EKHN erhielt.

Tobias Ihle war verheiratet und hatte drei Kinder.

Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher