Pressemitteilung der EKHN / 2008

8. August 2008

Freude über den Erhalt der anglikanischen Einheit

Steinacker kommentiert Ergebnis der Lambeth-Konferenz

Darmstadt, 8. August 2008. Kirchenpräsident Peter Steinacker sowie Propst Klaus Eibach und die oberhessischen Dekane haben am Donnerstag in Gießen die drei Bischöfe der indischen Partnerkirchen der EKHN getroffen. Dort berichten sie von der Lambeth-Konferenz in Canterbury, der internationalen Bischofskonferenz der Anglikanischen Kirche, auf der bis Sonntag um die Ordination von Homosexuellen zu Bischöfen und die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare diskutiert worden war.

Bischof Pradeep Kumar Samantaroy aus der Diözese von Amritsar, Bischof Dr. Kayyalakkakathu George Daniel von der Diözese East Kerala und Bischof Dr. Dyvasirvadam Govada aus der Krishna Godavari äußerten die Auffassung, dass die Diskussion um die Weihe homosexueller Bischöfe von den Medien überbewertet worden sei und alle anderen Themen überschattet habe.

Treffen der Bischöfe mit den oberhess. Dekaninnen u. Dekanen sowie OKR Schneider und D. Knoche
Quelle: Detlev Knoche
Vergrößerung Treffen der Bischöfe mit den oberhessischen Dekaninnen u. Dekanen sowie OKR Schneider und Detlev Knoche

Steinacker zeigte sich erfreut darüber, dass die Anglikanische Kirche auf der Lambeth-Konferenz nicht auseinandergebrochen ist. Diese Gefahr habe aufgrund der Bedeutung der Themen und der tiefgreifenden inhaltlichen Differenzen bestanden. Aber die Anglikanische Kirche habe ihre Einheit höher bewertet als ihren theologischen Dissens. Sie habe eine fruchtbare inhaltliche Debatte geführt und die Parteien hätten sich bei einem Abendmahlsgottesdienst gegenseitig versprochen, die Fragen im gemeinsamen Gespräch zu lösen. Das, so sagte Steinacker „ist ein vorbildlicher Umgang mit einander im Geist des Evangeliums“.

Auch in den Kirchen in Deutschland sei nicht einvernehmlich geklärt, ob Homosexuelle Zugang zum geistlichen Amt haben sollen, berichtete der oberhessische Propst Klaus Eibach. Während pietistische Gemeinden dieses ablehnten, erlaubten es viele Landeskirchen. Auch die EKHN vertritt die Meinung, dass eine homosexuelle Veranlagung für eine Mitarbeit in der Kirche unerheblich ist.

Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher