Pressemitteilung der EKHN
Erstmals wird die Wahl des Kirchenpräsidenten medial übertragen
Präses Schäfer: „Wir freuen uns über das große öffentliche Interesse“
Hessenfernsehen stellt Kandidaten am Samstag vor
Frankfurt, 20./27. September 2008. Die Wahl des neuen Kirchenpräsidenten der EKHN am Samstag, den 27. September 2008, in Frankfurt wird erstmals öffentlich medial übertragen. Die Tagung der Synode, die im großen Saal des Dominikanerklosters in der Kurt-Schumacher-Straße 23 stattfindet, wird auf eine Leinwand in der benachbarten Heiliggeistkirche übertragen. Wie der Präses der Kirchensynode Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer am Freitag mitteilte, will die Synode angesichts der engen Raumverhältnisse im Plenarsaal dem erheblichen öffentlichen Interesse an der Wahl, den Kandidaten und dem Amt des Kirchenpräsidenten auf diese Weise Rechung tragen. Die Übertragung werde sich auch als Livestream auf der Website der EKHN im Internet verfolgen lassen. Präses Schäfer betonte: „Wir freuen uns über das bereits jetzt erkennbare große Interesse an der Wahl. Die Plenarsitzungen der Kirchensynode sind zwar grundsätzlich öffentlich, aber mit ihrer medialen Übertragung betreten wir Neuland. Der aktuelle Stand der Technik gibt uns erstmals die Möglichkeit, unser synodales Handeln auch einer großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit kommen wir dem urevangelischen Anliegen von Transparenz in den Entscheidungsabläufen nach.“
Die Kandidaten
Zur Wahl stehen drei Kandidaten: Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks der EKHN, Pfarrer Dr. Volker Jung, Dekan des Dekanats Vogelsberg, und Pfarrer Dr. Sigurd Rink, Propst für Süd-Nassau. Sie streben die Nachfolge von Prof. Dr. Peter Steinacker an, der das Amt des Kirchenpräsidenten seit 1993 inne hat und Ende 2008 in den Ruhestand geht. Informationen über die Kandidaten sind unter www.ekhn.de zu finden.
Sendung „Horizonte“ stellt Kandidaten vor
Eine Woche vor der Wahl, am Samstag, den 20. September, wird das Hessenfernsehen in der Sendung „Horizonte“ um 16´30 die Kandidaten in Einspielfilmen persönlich vorstellen. Moderator Meinhard Schmidt-Degenhardt diskutiert mit seinen Studiogästen Stephan Toepfer, FAZ-Journalist und Arnd Brummer, Chefredakteur des evangelischen Monatsmagazins chrismon über die aktuelle Situation der EKHN.
Das Amt des Kirchenpräsidenten
Das Amt ist mit dem eines Bischofs vergleichbar. Die Verfassunggebende Synode der EKHN hat 1949 aber entschieden, ihm die Bezeichnung Kirchenpräsident zu geben. Der Kirchenpräsident ist Vorsitzender und Sprecher der Kirchenleitung und des Leitenden Geistlichen Amts. Er ist an die Beschlüsse der Kirchensynode gebunden und ist ihr gegenüber für die Amtsführung verantwortlich. Die Amtszeit beträgt acht Jahre, eine Wiederwahl ist möglich.
Das Wahlverfahren
Der Kirchenpräsident wird von der Kirchensynode gewählt. Gewählt ist der Kandidat, der die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereint. In einem eventuell erforderlichen dritten Wahlgang genügt die relative Mehrheit. Im Falle einer Stimmgleichheit entscheidet das Los, das der Präses zieht.
Fotohinweis
Fotos der drei Kandidaten können unter presse@ekhn.de angefordert werden.
gez: Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher EKHN
zurück | letzte Aktualisierung: 19.09.2008 | copyright by EKHN