Pressemitteilung der EKHN

27. September 2008

Dr. Volker Jung wird neuer Kirchenpräsident

 

Kirchensynode wählt Vogelsberger Dekan ins Leitungsamt
Präses Schäfer: „Alle drei Kandidaten sind vorzügliche Repräsentanten unserer Kirche“


Dr. Volker Jung:
Volker Jung Vergrößerung

Dr. Volker Jung wird der nächste Kirchenpräsidenten der EKHN

 

Volker Jung Vergrößerung  
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Die Wahl am 27. September:
Vergrößerung Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer, Präses der Synode der EKHN
Vergrößerung Mitglieder des Kirchensynodalvorstandes, von links: Dr. Ulrich Oehlschläger, Erdmuthe Druschke-Borschel, Präses Prof. Karl Heinrich Schäfer und Dore Struckmeier Schubert
Vergrößerung Der amtierende Kirchenpräsident Prof. Peter Steinacker
Vergrößerung Synodenplenum
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Vergrößerung Mediale Aufmerksamkeit
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Vergrößerung Public Viewing in der Heiliggeistkirche
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Oberkirchenräte im Gespräch. Von links: Wolfgang Heine und Thomas Striegler

Vergrößerung Kirchenpräsident Steinacker und seine Stellvertreterin, Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch. Dahinter die Mitglieder des Kirchensynodalvorstandes
Vergrößerung Propst Dr. Sigurd Rink stellt sich als Kandidat für das Amt des Kirchenpräsidenten den Synodalen vor
Dr. Volker Jung Vergrößerung Dekan Dr. Volker Jung erläuterte seine Ziele
Vergrößerung Dr. Wolfgang Gern spricht vor der Synode
Vergrößerung Die drei Kandidaten
Vergrößerung Ausgabe der Wahlzettel
Vergrößerung Die Stimmabgabe
Vergrößerung Gesang der Synodalen
Vergrößerung Präses Schäfer gratuliert Dr. Volker Jung, dem neuen Kirchenpräsidenten der EKHN
Vergrößerung von links: Präses Schäfer, der neue Kirchenpräsident Dr. Volker Jung und der amtierende Kirchenpräsident Steinacker
Vergrößerung Der amtierende Kirchenpräsident (rechts) gratuliert dem designierten
Vergrößerung von links: Präses Prof. Schäfer, Propst Dr. Sigurd Rink, der designierte Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Pfarrerin Erdmuthe Druschke-Borschel, Pfarrer Dr. Wolfgang Gern und der amtierende Kirchenpräsident Prof. Steinacker
Vergrößerung Nach der Wahl
Vergrößerung Der ehemalige Kirchenpräsident Helmut Spengler (links) und der designierte Kirchenpräsident Volker Jung (rechts)
Vergrößerung Helmut Spengler und Karin Wolff (rechts)
Vergrößerung Ehemaliger Kirchenpräsident (links) und amtierender (rechts)
Vergrößerung Drei Kirchenpräsidenten der EKHN:
der amtierende Prof. Peter Steinacker, der designierte Dr. Volker Jung und der ehemalige Helmut Spengler
Vergrößerung Dr. Volker Jung (rechts) im Sendestudio des HR-Fernsehens
Quelle: EKHN

Frankfurt, 27. September 2008. Die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat Dr. Volker Jung als nächsten Kirchenpräsidenten gewählt. Jung, der derzeit Dekan des Dekanats Vogelsberg und Pfarrer in Lauterbach ist, erhielt im zweiten Wahlgang 80 der 155 gültigen Stimmen. 74 Synodale hatten ihre Stimme dem Wiesbadener Propst Dr. Sigurd Rink gegeben. Ein Synodaler enthielt sich. Der dritte Kandidat Dr. Wolfgang Gern hatte nach dem ersten Wahlgang seine Kandidatur zurückgezogen, weil er mit 37 die geringste Stimmenzahl erhalten hatte.
Beim anschließenden Pressegespräch hob Präses Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer hervor, dass alle drei Kandidaten „vorzügliche Repräsentanten unserer Kirche“ seien. Erfreut zeigte er sich auch über die breite und aufmerksame Berichterstattung im Vorfeld der Wahl. Sie zeige, dass sich die öffentliche Wahrnehmung und Stellung der Kirche in der Gesellschaft positiv verändert habe.
Der amtierende Kirchenpräsident Prof. Dr. Peter Steinacker äußerte großen Respekt vor allen drei Kandidaten. Erfreulicherweise blieben alle, auch die nicht Gewählten, der EKHN in wichtigen Ämtern in Kirche und Diakonie erhalten. Zu Jung sagte Steinacker: „Ich freue mich, dass Volker Jung mein Nachfolger werden wird. Mit ihm bekommt die EKHN einen besonders qualifizierten Theologen als neuen Kirchenpräsidenten. Er ist ein zugleich seelsorgerlich und strategisch denkender Dekan.“
Der gewählte Volker Jung beschrieb in seiner Vorstellungsrede die Kirche als „Bau Gottes“. Damit sei das geistliche Fundament gelegt. Auf die vielen Reformüberlegungen anspielend, sagte Jung, in der EKHN gebe es derzeit viele Baustellen. Er wolle darauf achten, „dass nicht an zu vielen Baustellen gleichzeitig gebaut werde“. Als seine künftigen Aufgaben beschrieb Jung neben der geistlichen Leitung auch „Vordenken, planen, motivieren, Prozesse organisieren, zusammenhalten, für Klarheit sorgen, auch außen repräsentieren - und das mit anderen zusammen“. Seine tiefe Verwurzelung mit der regionalen Gemeindearbeit betonte er zum Schluss seiner Rede mit den Worten. „Ich möchte als Pfarrer Kirchenpräsident werden und als Kirchenpräsident Pfarrer sein.“
Vorstellungsrede von Dr. Volker Jung im Wortlaut (PDF)

Der neu gewählte Kirchenpräsident tritt sein Amt am 1. Januar 2009 an. Zu diesem Zeitpunkt geht der derzeitige Kirchenpräsident Steinacker in den Ruhestand. Die Amtszeit beträgt acht Jahre, eine Wiederwahl ist möglich.

Zur Person: Dr. Volker Jung
Volker Jung wurde 1960 in Schlitz geboren. Nach seiner Schulzeit in Schlitz und Lauterbach begann er 1979 das Studium der Evangelischen Theologie in Bielefeld-Bethel, Heidelberg und Göttingen. 1985 schloss er mit dem ersten Theologischen Examen ab und arbeitete bis 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Göttingen.1991 begann er sein Lehrvikariat in Alsfeld und legte 1993 das Zweite Theologische Examen ab. Dann wirkte er als Pfarrvikar in der Kirchengemeinde Stumpertenrod sowie als Beauftragter für Erwachsenenbildung im Dekanat Alsfeld. 1997 übernahm Jung eine Pfarrstelle in Lauterbach. 1998 promovierte er zum Dr. theol.. Im gleichen Jahr wurde er zusätzlich zum Pfarramt als Dekan des Dekanats Lauterbach gewählt, ab Januar 2000 wurde er Dekan des Dekanats Vogelsberg und blieb zugleich Pfarrer in Lauterbach. In der Region des Dekanates engagiert sich Jung in zahlreichen Bereichen wie der Notfallseelsorge, der Diakoniestation, dem Stiftungsrat des Eichhof-Krankenhauses und der Lauterbacher Tafel. Jung ist Mitbegründer der Initiative „Gesicht zeigen gegen Gewalt“ im Vogelsberg. Er ist Autor von Verkündungssendungen im Hessischen Rundfunk. Seit 2004 gehört Jung der Kirchensynode an und ist darin Mitglied im Rechtsausschuss. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender der Dienstkonferenz der Dekaninnen und Dekane. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Zum Amt des Kirchenpräsidenten
Der Kirchenpräsident ist gemäß Paragraph 54 der Kirchenordnung Vorsitzender der Kirchenleitung und des Leitenden Geistlichen Amts. Er ist der Sprecher der Kirchenleitung und hat das Recht, in eigener Verantwortung zu wichtigen Themen in Kirche, Theologie und Gesellschaft Stellung zu nehmen. Er ist an die Beschlüsse der Kirchensynode gebunden und ist ihr gegenüber für die Amtsführung verantwortlich. Er leitet die Theologischen Prüfungen, führt die Aufsicht über das Theologische Seminar in Herborn und führt Personalgespräche mit den Dekaninnen und Dekanen. Das Amt ist mit dem eines Bischofs vergleichbar. Die Verfassunggebende Synode der EKHN hat 1949 aber entschieden, ihm die Bezeichnung Kirchenpräsident zu geben. Von den 23 Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) werden neun von Landesbischöfen oder –bischöfinnen sowie sechs von Bischöfen oder Bischöfinnen geleitet. Andere vergeben den Titel Präses (Evangelische Kirchen im Rheinland und in Westfalen), Schriftführer (Bremische Kirche) oder Landessuperintendent (Lippische Landeskirche). Den Titel Kirchenpräsident verwenden neben der EKHN auch die Landeskirchen Anhalts und der Pfalz sowie die Reformierte Kirche.
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Die bisherigen Amtsinhaber
Volker Jung ist der sechste Kirchenpräsident der EKHN. Seine Amtsvorgänger sind von 1947 bis 1964 Martin Niemöller, von 1964 bis 1968 Wolfgang Sucker, von 1969 bis 1985 Helmut Hild, von 1985 bis 1993 Helmut Spengler und von 1993 bis 2008 Peter Steinacker.

Hintergrund: Synode

Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ“ der EKHN. Sie besteht derzeit aus 161 Personen, 145 werden von den Dekanatssynoden der EKHN gewählt, zwei repräsentieren die Reformierte Stadtsynode aus Frankfurt. 14 Mitglieder wurden aufgrund ihres besonderen Sachverstands von der Kirchenleitung berufen. Zusätzlich nehmen fünf Jugenddelegierte mit Rederecht an den Sitzungen teil. Der Synode gehören ein Drittel Pfarrerinnen und Pfarrer sowie zwei Drittel Laien an. Die Synode erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl wichtige Leitungsämter, beschließt den Haushalt und trifft wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten ihre Entscheidungen vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit dem Präses an der Spitze. Dieses Amt hat derzeit Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer inne.

 

 

 

 

 

 

 

gez: Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher EKHN