Pressemitteilung der EKHN, Nr. 41
Ökumene im Aufwind
Erstmalig Treffen der Spitzen von Diözesanversammlung des Bistums Limburg und Synode der Ev. Kirche in Hessen und Nassau
Erstmals kamen das Präsidium der Diözesanversamlung des Bistums Limburg und der Kirchensynodalvorstand der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Gegenseitiges Kennenlernen, Vertiefung der Gemeinsamkeiten und Planung gemeinsamer Vorhaben waren Ziele des Treffens am Montag, den 10. November 2008, im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod.
„Die ökumenische Zusammenarbeit ist sowohl ein Herzensanliegen als auch eine Notwendigkeit“, sagte die Präsidentin der Diözesanversammlung, Beatrix Schlausch. „Wir haben eine bewährte ökumenische Praxis“, betonte der Präses der EKHN-Synode, Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer. „Wenn nicht wir in unserer Region, wer sollte dann zu verbindlicherer Zusammenarbeit kommen?“ Mit der Begegnung in Naurod ist die seit vielen Jahren gepflegte Tradition des gegenseitigen Besuches zur Landessynode und der Diözesanversammlung nun in eine neue Phase der Zusammenarbeit eingetreten, darin zeigten sich Schlausch und Schäfer einig. Geplant wird jetzt auch ein erster gemeinsamer Studientag von Kirchensynode und Diözesanversammlung. Auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010 werden die Synode der EKHN und die Diözesanversammlung des Bistums Limburg im Rahmen der Kooperation der südwestdeutschen evangelischen Kirchensynoden und katholischen Diözesanräte eine gemeinsame Veranstaltung mitverantworten.
Auf der Tagesordnung standen in Naurod die Situation von Flüchtlingen, die Härtefallkommission im Land Hessen und der Sonntagsschutz. Diese Themen sollen weiter gemeinsam behandelt werden. Beide Kirchen beschäftigt die Frage, wie angemessen auf den Rückgang der Mitgliederzahlen und Kirchensteuermittel zu reagieren ist.
Hintergrundinformationen
Stichwort Diözesanversammlung
Die Diözesanversammlung des Bistums Limburg ist das vom Bischof anerkannte Organ im Sinne des Dekretes des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Apostolat der Laien. Die Mitglieder der Diözesanversammlung des Bistums Limburg beobachten und diskutieren Entwicklungen im kirchlichen, gesellschaftlichen und staatlichen Leben und nehmen dazu Stellung. Außerdem gibt die Diözesanversammlung Anregungen an den Bischof und den Diözesansynodalrat und vertritt Anliegen der Diözesanversammlung auf überdiözesaner Ebene. 58 Mitglieder der Diözesanversammlung werden von den Bezirks- bzw. Stadtversammlungen entsandt. Weitere 13 Mitglieder werden aus einer offenen Zuwahlliste zugewählt. Hinzu kommen sechs weitere Mitglieder über eine Zuwahlliste der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Verbände im Bistum Limburg in das Gremium. Präsidentin der Diözesanversammlung des Bistums Limburg ist Beatrix Schlausch aus Dillenburg.
Stichwort Synode
Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ“ der EKHN. Sie besteht derzeit aus 161 Personen, 145 werden von den Dekanatssynoden der EKHN gewählt, zwei repräsentieren die Reformierte Stadtsynode aus Frankfurt. 14 Mitglieder wurden aufgrund ihres besonderen Sachverstands von der Kirchenleitung berufen. Zusätzlich nehmen fünf Jugenddelegierte mit Rederecht an den Sitzungen teil. Der Synode gehören ein Drittel Pfarrerinnen und Pfarrer sowie zwei Drittel Laien an. Die Synode erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl wichtige Leitungsämter, beschließt den Haushalt und trifft wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten ihre Entscheidungen vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit dem Präses an der Spitze. Dieses Amt hat derzeit Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer inne.
Limburg und Darmstadt, 12. November 2008
gez. Robert Eberle, Pressesprecher Bistum Limburg
Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher EKHN
zurück | letzte Aktualisierung: 12.11.2008 | copyright by EKHN