Pressemitteilung der EKHN / 2009
Neuer Leiter im Zentrum Ökumene
Detlev Knoche folgt auf Jochen Kramm
Frankfurt, 1. März 2009. Pfarrer Detlev Knoche hat am 1. März die Leitung des Zentrums Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit Sitz in Frankfurt übernommen. Er hatte das Zentrum bereits seit September 2008 kommissarisch geführt, nachdem der bisherige Leiter Jochen Kramm zur Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) nach Wien gewechselt war. Nun hat die Kirchenleitung Detlev Knoche die Leitung für die in der EKHN übliche Amtszeit von sechs Jahren übertragen. Als wichtige Aufgaben bezeichnet es Knoche, Menschen auch außerhalb der Kirche für Themen der Ökumene zu interessieren, die Anliegen des vom Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) ausgerufenen Konziliaren Prozesses - Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung - zu vertreten und auf gesellschaftliche Veränderungen wie die globale Finanzkrise, den Klimawandel, Flüchtlings- und Migrationsbewegungen sowie Friedenssicherung zu reagieren.
Zur Person
Detlev Knoche wurde 1958 in Homberg/Efze geboren. Das Elternhaus verband nach eigener Aussage pietistische Frömmigkeit mit politischem Engagement für Toleranz und Gerechtigkeit. Nach Schulzeit und Abitur in Nidda studierte er von 1977 bis 1983 Evangelische Theologie in Frankfurt und Marburg. Parallel nahm er an einem Praxisprojekt Industrie- und Sozialarbeit teil, das, so Knoche, bei ihm ein weitereichendes Interesse an Fragen weltweiter Gerechtigkeit, den Ursachen für Armut und Reichtum sowie einem ökumenisch verantwortbaren Lebensstil hinterließ. Nach dem Ersten Theologischen Examen studierte Knoche Erziehungswissenschaften in Marburg, in dessen Verlauf er bei einem Praktikum im Marburger Jugendamt Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen betreute. 1986 schloss Knoche das Studium als Diplompädagoge ab und absolvierte das Vikariat in der Kirchengemeinde Steinbach und Albach bei Gießen sowie das Spezialvikariat im Amt für Mission und Ökumene der EKHN, das später im Zentrum Ökumene aufging. Anschließend wirkte Knoche von 1988 bis 1997 als Pfarrer in der Gießener Stephanusgemeinde, in den Jahren 1991 und 1993 jeweils für mehrere Monate durch Erziehungsurlaub unterbrochen. Von 1994 bis 1996 war Knoche nebenamtlich Beauftragter für Mission und Ökumene im Dekanat Gießen, dann von 1997 bis 2002 hauptamtlich Regionalbeauftragter für Mission und Ökumene in der Propstei Oberhessen. 2002 wechselte Knoche als Beauftragter für Entwicklung und Partnerschaft Asien in das neu gegründete Zentrum Ökumene der EKHN, wo er unter anderem für die Partnerschaften der EKHN in Indien, Indonesien und Südkorea zuständig war. 2005 wurde Knoche zusätzlich stellvertretender Leiter des Zentrums. Knoche vertritt die EKHN in der Synode, einigen Beiräten und dem Internationalen Missionsrat des Evangelischen Missionswerkes Südwestdeutschland (EMS). Er ist seit 1986 verheiratet und Vater zwei Kinder der Jahrgänge 1990 und 1992.
Fotohinweis
Ein Rechte freies Foto von Detlev Knoche kann hier heruntergeladen werden.
gez: Pfarrer Stephan Krebs, Öffentlichkeitsarbeit der EKHN
zurück | letzte Aktualisierung: 06.03.2009 | copyright by EKHN