Pressemitteilung der EKHN, Nr. 22 / 2009
„Fenster für Rüstungskontrolle wieder offen“
Kirchenpräsident Jung begrüßt Obamas Vorschlag zur nuklearen Abrüstung und erinnert an Martin Niemöller
Darmstadt, 7. April 2009. Kirchenpräsident Dr. Volker Jung hat die Vorschläge des US-Präsidenten Barack H. Obama zur nuklearen Abrüstung begrüßt. Wörtlich sagte Jung: „Damit steht das Fenster für Rüstungskontrolle, das unter Obamas Vorgänger geschlossen wurde, wieder offen. Nur wer selber Atomwaffen abrüstet, kann andere Staaten glaubwürdig davon abhalten, nach eigenen Nuklearwaffen zu streben.“ Mit Obamas Initiative könnten die USA den 1968 beschlossenen nuklearen Nichtverbreitungsvertrag für Atomwaffen, der während der letzten Überprüfung auf Eis gelegt wurde, wieder aktivieren.
In Europa anfangen
„Als ersten konkreten Schritt könnten die USA ihre Atomwaffen aus den westeuropäischen Staaten zurückziehen.“, regte Jung an. Davon seien dann auch die derzeit in der Eifel eingelagerten nuklearen Kurzstreckenraketen betroffen.
Jung wies darauf hin, dass die Initiative Obamas für eine wirksame Reduktion von Nuklearwaffen dem gleichen Ziel diene wie die jahrzehnte lange Friedensarbeit Martin Niemöllers, des ersten Kirchenpräsidenten der EKHN. Dieser hatte sich bis ins hohe Alter in zahllosen öffentlichen Kundgebungen vehement gegen die atomare Aufrüstung während des Kalten Krieges gestemmt. „Niemöllers friedensethisches und -politisches Engagement schärft bis heute in der EKHN das Bewusstsein für die besonderen Gefahren dieser Waffen.“, betonte Jung.
Darmstadt, 7. April 2009
Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher
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