Pressemitteilung der EKHN, Nr. 28 / 2009
Rückenwind für mehr Kooperation der evangelischen Kirchen in Hessen
Präses Schäfer: „Synodaler Beratungsprozess eröffnet“
Frankfurt, 24. April 2009. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) geht weiter den Weg zu einer stärkeren Kooperation mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck weiter. Das wurde gestern auf der in Frankfurt tagenden Kirchensynode der EKHN deutlich. Die Synode nahm einen Bericht der sogenannten Lenkungsgruppe entgegen, die den Kooperationsprozess im Auftrag der Synode vorantreibt. In der anschließenden Debatte wurde große Zustimmung zu den Plänen deutlich. Der Planungsprozess sei damit einen wichtigen Schritt vorangekommen, kommentierte der Präses der Kirchensynode Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer. „Der synodale Beratungsprozess ist jetzt eröffnet und das Projekt nimmt konkrete Formen an,“ sagte Schäfer. Erfreut zeigte er sich über die positive Resonanz in der Synode.
Die Pläne der Lenkungsgruppe, die hochrangig besetzt ist, sehen eine stärkere Zusammenarbeit der beiden Kirchen in den Bereichen theologische Ausbildung, Akademiearbeit, Religionspädagogik und Ökumene vor. Geplant sind eine gemeinsame Ausbildung für den Pfarrernachwuchs an den Standorten Herborn (EKHN) und Hofgeismar (EKKW), die dem Nachwuchs den Weg in beide Kirchen öffnet, eine gemeinsame Akademie an zwei Standorten, ein gemeinsames Zentrum für die ökumenische Arbeit und ein einheitliches Unterstützungsnetz für die religionspädagogische Arbeit der Kirchen, insbesondere für den Religionsunterricht und die Konfirmandenarbeit. Ziel ist es jeweils, die Qualität der Arbeit zu verbessern, eine stärkere Außenwirkung zu erzielen, besser auf staatliche Strukturen eingehen zu können und durch Synergieeffekte Finanzmittel zu sparen.
Hintergrund: Synode
Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ der EKHN“. Sie besteht derzeit aus 161 Personen, 145 werden von den Dekanatssynoden der EKHN gewählt, zwei repräsentieren die Reformierte Stadtsynode aus Frankfurt. 14 Mitglieder wurden aufgrund ihres besonderen Sachverstands von der Kirchenleitung berufen. Gemäß Kirchenordnung gehören der Synode jeweils ein Drittel Pfarrerinnen und Pfarrer sowie zwei Drittel Laien an. Die Synode erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl wichtige Leitungsämter, beschließt den Haushalt und trifft wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten ihre Entscheidungen vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit dem Präses an der Spitze. Dieses Amt hat derzeit Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer inne.
Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher
zurück | letzte Aktualisierung: 24.04.2009 | copyright by EKHN