Pressemitteilung der EKHN / 2009

17. Juli 2009

Fast 10 Millionen Euro für Ausbildung und Arbeitsplätze

Arbeitslosenfonds der EKHN bilanziert 25 Jahre Arbeit - Spenden werden von der EKHN verdoppelt


Mitglieder des Arbeitslosenfonds
Quelle: EKHN
Die Mitglieder des Arbeitslosenfonds

Darmstadt, 14. August 2009. Zu seinem 25jährigen Jubiläum hat der Arbeitslosenfonds (ALF) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) seine Arbeit bilanziert und neue Impulse für die Zukunft gesetzt. Wie der Vorsitzende des ALF Dieter Nolte am Freitag bei einem Pressegespräch in Darmstadt erläuterte, hat der 1984 gegründete Arbeitslosenfonds Gesamteinnahmen in Höhe von 9.911.410,10 Euro erhalten und damit 2154 Personen gefördert, indem er ihnen einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz mitfinanziert hat. Gefördert wurden 1034 Frauen und 1120 Männer. 293 Personen waren Langzeitarbeitslose. 865 Personen wurde eine Ausbildung oder Qualifikation ermöglicht. Der Arbeitslosenfonds hat mit 296 Dienstgebern kooperiert. Es waren in der Regel Diakonische Einrichtungen, Kirchengemeinden und Dekanate. Dabei wurden ausschließlich reguläre, also versicherungspflichtige sowie tariflich entlohnte und zusätzliche Stellen gefördert. „Unsere Hauptzielgruppe sind Menschen, „die es besonders schwer haben eine Stelle zu finden, entweder weil sie nur wenige Jahre vor dem Ruhestand sind oder jung und ohne Ausbildung“, erläuterte Nolte.

Bankverbindung

Arbeitslosenfonds der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)

Kontonummer: 4 100 000,
BLZ 520 604 10, Evangelische Kreditgenosse

Ausbildungsplätze finanziert der ALF bis zu 100 Prozent, Beschäftigungsverhältnisse anteilig. Dies motiviere potenzielle Anstellungsträger, weitere Finanzierungsquellen zu finden. Deshalb, so schätzt Nolte, seien durch die Arbeit des ALF insgesamt 50 Millionen Euro, also fünf mal so viel wie der ALF selber beisteuern konnte, für die Gewinnung von Arbeitsplätzen aufgebracht worden. Eine Stärke des ALF sei es, einzelfallbezogen und flexibel agieren zu können. Der Fonds werde nach Einschätzung Noltes mehr denn je gebraucht. Er müsse mittlerweile oft deutlich höhere Finanzierungsanteile übernehmen, da andere Förderquellen wie zum Beispiel die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen weggefallen sind.

Spenden werden verdoppelt, neue Ideen

Clou der Finanzierung sei von Anfang an das Bonifizierungsversprechen der EKHN, erläuterte Nolte. Die Spenden, die der Arbeitslosenfonds einnimmt, würden von der EKHN verdoppelt. Für jeden Euro Spende legt die EKHN aus Kirchensteuermitteln einen Euro dazu. Da die Arbeit für den Fonds ehrenamtlich geschieht, entstehen keinerlei Verwaltungskosten.

Um mehr Spenden einnehmen zu können, geht der Fonds mit neu gestalteten Informationsmaterialien und neuen Ideen in die Zukunft. Dazu gehört ein Wettbewerb, den der Fonds unter Kirchengemeinden ausgelobt hat. Die ersten 25 Gemeinden, die bis zum 19. September halb so viele Spender finden, wie sie Plätze in ihrem Kirchenvorstand haben, erhalten je eine - gespendete - Torte. Sie wird auf dem Kirchenvorstehertag am 19. September in Wiesbaden überreicht.

Kirchenpräsident Jung: Von seiner Arbeit muss man leben können

Das finanzielle Engagement der EKHN für den ALF bleibt auch in Zeiten knapper Kassen erhalten, das bestätigte Kirchenpräsident Dr. Volker Jung. Arbeitslosigkeit sei längst ein Massenphänomen, das breite Bevölkerungsschichten bedrohe. „Die Würde des Menschen ist nicht von seiner Leistung und auch nicht von seiner Arbeitskraft abhängig“, betonte Jung. Daraus ergeben sich für Jung zwei Herausforderungen für die Gesellschaft. Sie müsse zum einen dafür sorgen, dass Menschen ohne Arbeit in Würde leben können und zum anderen, dass die Berufstätigen von ihrer Arbeit leben können. Dafür leiste die EKHN im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag. Neben dem ALF gebe die EKHN für Arbeitslosenprojekte Fördermittel in einer Gesamthöhe von über 500.000 Euro pro Jahr. Gefördert würden damit Hilfsprojekte für Arbeitslose wie zum Beispiel das Wurzelwerk und der Verein Jugend und Erwachsenenhilfe in Groß-Umstadt, die Jugendwerkstätten in Gießen und Erbach, die Neue Arbeit und die Neuen Dienste im Vogelsberg sowie weitere kleinere, gemeindliche Initiativen. Das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN mit Sitz in Mainz begleitet und koordiniert die Hilfe der EKHN für Arbeitslose.

 

Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher