Pressemitteilung der EKHN / 2009

17. September 2009

„Wir wollen nicht den Krieg der Kulturen, sondern den Frieden der Religionen“

Kirchenpräsident Jung bedankt sich für muslimische Gastfreundschaft im Ramadan


Darmstadt, 20. September 2009. Kirchenpräsident Dr. Volker Jung hat sich bei Islamischen Verbänden für die „großzügige Gastfreundschaft“ islamischer Gemeinden bei den Iftarfeiern im Fastenmonat Ramadan in den vergangenen vier Wochen bedankt. In seinem Brief schreibt Jung: „Miteinander feiern schafft gute Erfahrungen und das nötige Vertrauen, um sich gemeinsam für den Frieden und die Gerechtigkeit einzusetzen, die hier in Deutschland und weltweit notwendig sind. Gemeinsam können wir zeigen, dass wir nicht den Krieg der Kulturen, sondern den Frieden der Religionen wollen. Die Freundschaften, die bei Iftar- und Adventsfeiern in den letzten Jahren entstanden sind, sind ein guter Anfang.“

Am Ramadanfest, das in diesem Jahr am 20. September gefeiert wird und den Fastenmonat Ramadan abschließt, erinnern sich Muslime an die Offenbarung der ersten Koranverse in der Nacht der Bestimmung. In der muslimischen Tradition wird dieses Fest als Friedens- und Freundschaftsfest in der Familie und im Bekanntenkreis gefeiert und setzt damit im Familienleben dem christlichen Weihnachtsfest vergleichbare Akzente.

Um den Dialog des Lebens von Christen und Muslimen zu fördern, laden immer mehr Moscheegemeinden die ihnen benachbarten Kirchengemeinden zu Iftarfeiern im Fastenmonat Ramadan ein. Diese revanchieren sich vielfach mit Gegeneinladungen zu Adventsfeiern.

Muslimische Feste folgen dem islamischen Kalender, der sich nach dem Mond richtet und damit kürzer ist als der westliche Kalender, der sich am Lauf der Sonne orientiert. Deshalb verschieben sich aus westlicher Sicht die Daten der islamischen Feste wie dem Ramadan pro Jahr um etliche Tage.


 

Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher