Pressemitteilung der EKHN / 2010

20. Januar 2010

Visionär einer öffentlich profilierten Kirche

Ehemaliger Stellvertreter des Kirchenpräsidenten Hans-Helmut Köke wäre am Donnerstag 70 Jahre alt geworden

 

Darmstadt, 21. Januar 2010. Am Donnerstag wäre Hans-Helmut Köke 70 Jahre alt geworden. Köke war von Dezember 1992 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Januar 2005 Stellvertreter von Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker. In dieser Zeit hatte er insbesondere die großen Reformvorhaben der EKHN vorgedacht und beharrlich verfolgt. Köke ist im Oktober 2007 in Darmstadt verstorben.

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung erinnerte an Hans-Helmut Köke und sagte, dass die EKHN ihm „unendlich viel zu verdanken“ habe. Er habe „die Treue und Loyalität zu seiner Kirche als preußisch-protestantische Tugend verstanden und auf moderne Art gelebt“. Es sei ganz in erheblichem Maße seiner beharrlichen Art und seiner gründlichen theologischen Reflexion zu verdanken, dass sich die EKHN auf den beschwerlichen Weg der Erneuerung gemacht habe und auf diesem Weg weit gekommen sei. Seine „Vision einer gemeinsam handlungsfähigen und öffentlich profiliert wahrnehmbaren Kirche“ leite heute die EKHN. Wörtlich sagte Jung: „Hans-Helmut Köke hat das Gesicht der EKHN maßgeblich mitgeprägt und tut das über seinen Tod hinaus bis heute. Viele seiner Impulse entfalten erst jetzt ihre ganze konstruktive Kraft. Seine persönliche Integrität war bei Befürworten und Skeptikern der Reformen gleichermaßen anerkannt. Seine persönliche Frömmigkeit hat ihn getragen und war für viele ein Vorbild des Glaubens.“

Zur Person

Hans-Helmut Köke wurde am 21. Januar 1940 in Eisleben geboren und wuchs ab 1953 in Worms auf. 1961/62 leistete er einen verlängerten Wehrdienst ab, den er als Leutnant der Reserve abschloss. Köke studierte Evangelische Theologie, Philosophie und Soziologie in Heidelberg und Tübingen und arbeitete ab 1972 in unterschiedlichen Funktionen im Ausbildungs- und Planungsbereich der Kirchenverwaltung. Maßgeblich trug er dazu bei, Erkenntnisse der Sozialpsychologie, Soziologie und Organisationsentwicklung in die Arbeit der Kirche einzuführen. Nebenbei förderte er die Ausbildung von Gemeindeberatern in der EKHN und arbeitete in der Darmstädter Telefonseelsorge sowie in der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie mit. Von 1980 bis 1985 war Köke Gemeindepfarrer in Darmstadt, anschließend Persönlicher Referent des damaligen Kirchenpräsidenten Helmut Spengler und ab 1990 Referent für Personalförderung der EKHN. Im Dezember 1992 wurde er zum Stellvertreter von Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker gewählt. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Ruhestand 2005 inne. Er starb am 20. Oktober 2007 in Darmstadt.

Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher