Pressemitteilung der EKHN /2010

29. Juni 2010

Kultur der Kooperation vorgelebt

EKHN und EKKW ehren die ersten Mentoren-Jahrgang im neuen gemeindepädagogisch-diakonischen EFH-Studiengang

 

Evangelische Hochschule Darmstadt
Zweifalltorweg 12
64293 Darmstadt
Telefon: 06151 - 87980
Telefax: 06151 - 879858
info@eh-darmstadt.de
www.eh-darmstadt.de

Bachelorstudiengang Soziale Arbeit

Kassel, 17. Juni 2010. 22 berufserfahrene Gemeindepädagog/innen und Diakon/innen (Personen) aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sind am Donnerstag, den 17. Juni 2010, in Kassel im Rahmen einer Feierstunde für ihr Engagement bei der Nachwuchsbegleitung geehrt worden. Sie hatten sich im Jahr 2007 als Mentorinnen und Mentoren für den ersten Bachelor-Studiengang. „Soziale Arbeit mit gemeindepädagogisch-diakonischer Qualifikation“ an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt (EFHD) zur Verfügung gestellt und die Studierenden drei Jahre lang mit Rat und Tat begleitet. Nun geht der erste Jahrgang seinem Abschluss entgegen und die Aufgabe ihrer Mentorinnen und Mentoren endet.

Erster Bachelor-Studiengang mit dieser doppelten Qualifikation in Deutschland
In ihrem Grußwort zählte die Darmstädter Oberkirchenrätin Ines Flemmig das Berufsbild Gemeindepädagogik/Diakon zusammen mit dem Pfarramt und der Kirchenmusik zu den „Schlüsselprofessionen“ der evangelischen Kirche. Der neue Studiengang, der die Soziale Arbeit, die Gemeindepädagogik und Diakonie zusammenführt, sei der erste Bachelor-Studiengang mit dieser doppelten Qualifikation in Deutschland. In dessen Studienkonzept sei das Mentoring fest eingeplant. Dabei werden alle Studierenden als Mentee jeweils von einer berufserfahrenen Person als Mentor/Mentorin begleitet. Dabei zeigten die Erfahrenen den Jungen eine „Kultur der Kooperation, um den gemeinsamen Auftrag und die Verantwortung für die Zukunft unserer Evangelischen Kirche wahr- und ernst zu nehmen“, sagte Flemmig.

Roland Lieske in der Kirchenverwaltung der EKHN zuständiger Referent für pädagogische Ausbildung, betonte, dass das Mentoringprogramm beide Seiten qualifiziere, denn auch Berufserfahrene profitierten vom Dialog mit den Studierenden. Studierende könnten bereits vom Studienbeginn an Praxis erfahren, diese mit ihren Mentoren reflektieren und dadurch ihre künftige Berufsidentität entwickeln. Die EKHN und die EKKW förderten damit die Qualität diakonischer und gemeindepädagogischer Arbeit und kümmerten sich von Beginn an aktiv um ihren eigenen Nachwuchs.

Bildung auf evangelisch

Die Präsidentin der EFHD Prof. Dr. Alexa Köhler-Offierski stellte die Besonderheit der evangelischen Bildungsvorstellung in den Mittelpunkt ihres Grußwortes: „Im Zentrum von Bildung und Erziehung steht das Individuum in seiner Bezogenheit auf Gott, auf sich selbst, auf die Mitmenschen und auf die Welt und Gesellschaft. Dieser Bildungsbegriff bringt gerade die nicht instrumentalisierbare Zweckfreiheit des lebenslangen Bildungsprozesses zum Ausdruck und trägt so der dem einzelnen Menschen geschenkten Würde Rechnung.“ Ausbildung dürfe deshalb nicht auf die Erwartungen des Arbeitsmarktes reduziert werden. Bildung müsse Professionalität, Verantwortungsfähigkeit in Beruf und Gesellschaft sowie Kompetenz zur individuellen Lebensgestaltung einschließen. Darauf seien alle Studiengänge der EFH ausgerichtet. In ihnen würden Praxis und Wissenschaft gleichwertig und intensiv aufeinander bezogen.

2007 hatte die EFH den ersten Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ mit gemeindepädagogisch-diakonischer Qualifikation an den beiden Studienstandorten der EFH in Darmstadt und Hephata in Traiysa eröffnet. Er ist einzigartig in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Zu ihm gehören Reflektionstage, Berufseinstiegsbegleitung und das Mentoring-Programm. Mentoren und Mentorinnen begleiten die Studierenden über sechs bis maximal acht Semester des Studiums mit jeweils drei Gesprächen pro Semester. Darauf werden sie in einer Schulung vorbereitet. Jährlich finden Auswertungstreffen mit allen Beteiligten statt.

Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher