Bitte um Spenden

22. Januar 2010

Dank an die Spenderinnen und Spender – Hilfe für Haiti wird weiterhin benötigt

Straßenschilder mit Hilferufen zeigen, wo die Not am größten ist




Bankverbindung

Die EKHN bittet um Spenden unter dem Kennwort: "Erdbebenhilfe Haiti"
Empfänger/Begünstigter: Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel
Konto 4 100 000 BLZ 520 604 10
IBAN DE27 5206 0410 0004 1000 00
BIC GENODEF1EK1

Spendenbescheinigung

Spendenaufruf

Radioandacht

„Die Hilfsbereitschaft in der EKHN für die Opfer des Erdbebens ist beeindruckend. Allein in der ersten Woche nach dem Beben sind bis heute schon über 40.600 Euro zusammengekommen“, schreibt Pfarrer Dr. Hans Jürgen Steubing in einer Mitteilung. Der Beauftragte für Ökumenische Diakonie im Zentrum Ökumene der EKHN ruft allerdings Gemeinden, Vereine und Einzelpersonen aus dem Bereich der EKHN weiterhin dazu auf, für die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe zu spenden. „Angesichts des Ausmaßes an Not und Zerstörung ist aber weitere Hilfe nötig“, betont er.

Nahrung und medizinische Versorgung werden noch immer gebraucht

Pfarrer Steubing steht in engem Kontakt mit den Mitarbeitenden der Diakonie Katastrophenhilfe, die ihm über die dramatische Lage der Überlebenden in Haiti berichten: „Viele warten auf sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel und medizinische Versorgung. Häuser und Straßen sind zerstört oder stark beschädigt. Das erschwert die Versorgung der Überlebenden enorm.“ Mit jedem Tag sinke die Hoffnung, unter den Trümmern noch Überlebende zu finden. Mittlerweile gehen Experten von bis zu 200.000 Erdbebentoten aus. Das Beben gilt als eines der stärksten der vergangenen 70 Jahre in der Karibik. Mehrere Nachbeben versetzten die Menschen erneut in Angst und Schrecken.

Straßenschilder mit Hilferufen

Tommy Ramm von der Diakonie Katastrophenhilfe erzählte Pfarrer Steubing von seinen Eindrücken aus der Hauptstadt: "In Port-au-Prince sammeln sich jeden Tag mehr Menschen in Flüchtlingslagern und auf den Straßen stehen provisorische Schilder: ,We need help!' – ,Wir brauchen Hilfe!' steht auf den Kartons und soll die erwarteten Hilfsgüter in die wild gewachsenen Lager lenken."

Flugzeug bringt Hilfsgüter ins Land

Die Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international haben einen gemeinsamen Hilfsgüterflug nach Haiti geschickt, der am Dienstag das Katastrophengebiet erreichte. An Bord waren acht Gesundheitsversorgungseinheiten, 20.000 Wasserkanister, 2.000 Decken, 31 Großraumzelte und Tabletten zur Wasserreinigung im Wert von 135.000 Euro. Jede Versorgungseinheit ist auf die medizinische Grundversorgung von 10.000 Menschen über drei Monate ausgerichtet. Darunter sind zum Beispiel Medikamente gegen Infektionen.

Umland ist ebenso schwer betroffen

In seinem Schreiben macht Pfarrer Steubing darauf aufmerksam, dass schwere Zerstörungen auch außerhalb der Hauptstadt gemeldet werden. So sei die Stadt Leogane westlich von Port-au-Prince zu rund 80 Prozent zerstört. Die Einwohner lebten seitdem im Park. In der Küstenstadt Jagmel leben 5.000 Menschen in einem Flüchtlingslager unter widrigsten Bedingungen. „Für die Bewohner dort ist Hilfe unterwegs“, signalisiert Steubing. Die Katastrophenhilfe organisiere die Lieferung von Moskitonetzen, Matratzen und Hygienesets per Schiff.

Hintergrund

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet seit 2005 permanent Hilfe in Haiti, das eines der ärmsten Länder der Welt ist und seit Jahrzehnten eine anhaltende soziale Krise durchlebt. Rund 70 Prozent der rund neun Millionen Haitianer leben in tiefer Armut. Naturkatastrophen wie Hurrikans und Überschwemmungen peinigen das Land in regelmäßigen Abständen und verstärken die Misere.

[Hans Jürgen Steubing / RD]