Bitte um Spenden

10. Juni 2010

Benefizaktion von Wiesbadener Wohnsitzlosen für die Erdbebenopfer auf Haiti

Erlös von 75 Euro durch einen Bazar eingenommen

Haiti ist aus den Schlagzeilen verschwunden -  die wohnsitzlosen Menschen aus Wiesbaden haben die Haitianer allerdings nicht vergessen: Die  Teestube der Diakonie in Wiesbaden, die zwischen 100 und 120 obdachlose Menschen täglich aufsuchen, veranstaltete Ende Mai einen Basar. Der Erlös von 75,20€  kam der Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe zugute, die in Haiti Hilfe leistet. Zuvor hatte Dr. Hans Jürgen Steubing, Beauftragter für Ökumenische Diakonie, in einem Vortrag über die Situation in dem Karibikstaat und nachhaltige Hilfe informiert. Ein Erdbeben hatte vor einem halben Jahr zu zahlreichen Toten, Verletzten und schweren Verwüstungen geführt.

Engagement der Wohnsitzlosen

Die Besucherinnen und der Besucher der Teestube waren sich nach dem Vortrag einig: „Wir tun was!“. Eine Mitarbeiterin freute sich über die Motivation: „Zwei Besucher haben sich fünf Stunden hinter unseren Stand gestellt und sich beim Verkauf sehr engagiert gezeigt!“ Die Teestube ist eine Tagesaufenthaltsstelle mit angegliederter Fachberatung und bietet insbesondere wohnungslosen und sozial ausgegrenzten Menschen Beratung, Hilfestellung, sowie Arbeits- und Übernachtungsmöglichkeiten an.

Wiederaufbau wird in die Wege geleitet

Teestube Wiesbaden

Bankverbindung

Die EKHN bittet um Spenden unter dem Kennwort: "Erdbebenhilfe Haiti"
Empfänger/Begünstigter: Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel
Konto 4 100 000 BLZ 520 604 10
IBAN DE27 5206 0410 0004 1000 00
BIC GENODEF1EK1

Spendenbescheinigung

Hans Jürgen Steubing macht deutlich, dass der Wiederaufbau in Haiti noch Jahre in Anspruch nehmen werde. Er umreißt das Engagement der Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort: „Es wurden rund 2000 Familienzelte, Nothilfepakete und Hygienesets verteilt. Außerdem hat die evangelische Hilfsorganisation von der UN das Camp-Management für vier Notlager im Raum Jacmel übertragen bekommen.“ Gemeinsam mit ihrem lokalen Partner koordiniere sie die Hilfsmaßnahmen und organisiere Selbsthilfeinitiativen wie Aufräumaktionen und Gemeinschaftsküchen. Neben ihrem Engagement für die medizinische Versorgung leitet die Katastrophenhilfe den Wiederaufbau in die Wege.

[Rita Deschner/HJS]