Bitte um Spenden
Schlimmste Überschwemmung in Pakistan seit 80 Jahren
1000ende vom Wasser eingeschlossen
Die verheerenden Überschwemmungen in Pakistan haben nach bisherigen Verlautbarungen mindestens 1800 Menschenleben gefordert. Nach offiziellen Angaben sind landesweit mittlerweile mehr als 15 Million Menschen von den schlimmsten Überschwemmungen in Pakistans Geschichte betroffen. Die Fluten haben ganze Dörfer weg gespült. Noch immer sind tausende Menschen vom Wasser eingeschlossen. Ursache der Überschwemmungen waren heftige Monsunregen, durch die zahlreiche Flüsse über die Ufer traten. Allein im Swat-Tal wurden mehr als 14.600 Häuser und 22 Schulen zerstört. Dort und im benachbarten Bezirk Shangla gelten zahlreiche Menschen als vermisst.
Und es ist zu befürchten, das der Regen andauern wird, denn noch ist die Regenzeit in Pakistan nicht vorbei. Für die nächsten 24 - 36 Stunden sind weitere schwere Monsun-Regenfälle vorhergesagt, die die Lage im pakistanischen Katastrophengebiet verschärfen werden . Dabei ist das Ausmaß des Flutdesasters nach Einschätzung des Uno-Sondergesandten Jean-Maurice Ripert schon jetzt "viel schlimmer als erwartet."
Die Vereinten Nationen rechnen mit Wiederaufbaukosten in Milliardenhöhe. Schon die Nothilfe für die Betroffenen werde mehrere hundert Millionen Dollar kosten, sagte Ripert an diesem Sonntag. Der Wiederaufbau der zerstörten Häuser und Infrastruktur könne Milliarden Dollar verschlingen
Und wie so oft hat es einmal mehr die ärmsten der Armen getroffen. 2009 mussten aufgrund von militärischen Auseinandersetzungen 2,3 Millionen Menschen aus dem Swat-Tal fliehen. Diese Binnenflüchtlinge, die erst vor kurzem wieder in ihre Dörfer zurückgekehrt sind, hatten gerade begonnen mit Hilfe der Diakonie Katastrophenhilfe ihre Existenz wieder aufzubauen.
Ebenfalls vom Hochwasser betroffen sind Gebiete im Nordosten des Landes. Hier konnten bereits mehr als 2000 Menschen aus den überschwemmten Gebieten ausgeflogen werden. Erst wenn die Pegel wieder sinken, was noch nicht absehbar ist, wird das Ausmaß der Katastrophe sichtbar werden. Sicher ist jetzt schon, dass 100.000ende von Menschen auf Hilfe angewiesen sein werden. Hinzu kommt noch, dass die Gefahr von Seuchen wächst. Durch die Flut wurden Ernten und Vieh weg gespült, sodass eine Hungersnot in den besonders betroffenen Regionen befürchtet werden muss.
Die Diakonie Katastrophenhilfe hat zunächst 50.000 € zur Verfügung gestellt. Erste Hilfsmaßnahmen wie die Verteilung von Lebensmitteln, Trinkwasser und Hygienematerial werden durch lokale Partnerorganisationen und das globale kirchliche Hilfswerk ACT-Alliance vorbereitet. Dringend benötigt werden außerdem Medikamente, Kochgeschirr, Plastikkanister und Werkzeuge. Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet herzlich um Spenden.
Spenden für die betroffenen Menschen in Pakistan nimmt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau im Namen der Diakonie Katastrophenhilfe unter der Kontonummer 4100 000 BLZ 520 604 10 Stichwort: DKH/Monsun Pakistan entgegen.
[Diakonie Katastrophenhilfe/Ute Greifenstein]
zurück | letzte Aktualisierung: 10.08.2010 | copyright by EKHN