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Nachmittagsbetreuung für beduinische und jüdische Kinder

"Lernen für den Frieden"

Der Evangelische Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen und Nassau möchte ein jüdisches und ein beduinisches Kind aus diesem Betreuungsprogramm für ein Jahr fördern. Dafür werden ca. 20.000 Euro gebraucht. Er regt an, die Kollekte des Israelsonntags am 15. August 2004 hierfür zu verwenden.

Jüdische und beduinische Kinder lernen für den Frieden

Konto :
Neve Hanna Kinderhilfe
Konto 719 871 205
Postbank Hamburg
BLZ 200 100 20

Im jüdischen Kinderheim „Neve Hanna“, in dem über 50 jüdische Kinder in familienähnlichen Gruppen ganztagsähnlich betreut werden, entsteht für jüdische Kinder aus der Wüstenstadt Kiriat Gat und beduinische Kinder aus der Beduinenstadt Rahat eine „Werkstatt“ des Friedens.
Seit über 14 Jahren besteht ein reger Austausch zwischen Kindergruppen aus Kiriat Gat und Rahat, angeregt durch die Gründerin des Kinderheims, Hanni Ullmann. Kurz vor ihrem Tod im Jahre 2002 entwarf sie die neue Idee des „Lernens für den Frieden“.
Die Zielgruppe bilden Kinder schwacher und gefährdeter jüdischer und beduinischer Familien aus Kiriat Gat und aus Rahat.

Hilfe für Kinder aus sozial schwachen Familien

Weitere Informationen bei :
Lomdim

Insgesamt sollen 7 jüdische und 7 beduinische Kinder in dem Nachmittagshort betreut werden. Diese führen in ihren Familien oftmals ein Leben in Armut und sogar Hunger, leben unter schlechten Wohnbedingungen, haben mit Suchtproblemen und Kriminalität zu kämpfen. Die Kinder erfahren häufig Gewalt und sind vernachlässigt. Unter der Schirmherrschaft des Kinderheimes „Neve Hanna“ soll das neue Projekt „Lernen für den Frieden“ stehen. Ein Mitarbeiterstab aus jüdischen und beduinischen Israelis leitet die Arbeit. Diese Mitarbeiter beherrschen Hebräisch und Arabisch und arbeiten eng zusammen.

Förderprogramme für die Kinder

Der Nachmittagshort für die 14 Kinder beginnt nach der regulären Schule in Kiriat Gat bzw. in Rahat mit einem gemeinsamen Mittagessen, danach machen sie ihre Schularbeiten. Nach einem genauen Therapieplan erhalten die einzelnen Kinder Förderprogramme: Beschäftigung mit Tieren, Spiele, handwerkliche Kurse und Einzelsitzungen mit Fachpersonal. Es werden Sprachkurse in Arabisch bzw. Hebräisch angeboten und natürlich bleibt Zeit zum Spielen, denn die Kinder sind im Alter von 7-12 Jahren.
So begegnen sie während ihres Aufenthaltes dem jeweils „Anderen“, dem jüdischen oder arabischen, und müssen sich damit auseinander setzen. Politische Themen werden bewusst vermieden.