Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Sterbebegleitung

sturti/istock.comVerzweiflung im Krankenhaus

Sterben. Die letzte große Herausforderung während unseres irdischen Lebens. Der Weg auf dem letzten Lebensabschnitt muss jedoch nicht allein gegangen werden. In der Sterbebegleitung geht es darum die Menschen zu begleiten, deren „Lebenshorizont sichtbar eröffnet ist“, sagt Pfarrerin Helgard Kündiger von der Evangelischen Klinikseelsorge. An sie wenden sich diejenigen, denen gewiss wird: „Mein Leben ist deutlich begrenzt.“ 

Diese Gewissheit kann durch Krankheit oder andere Ereignisse entstehen, weiß die Seelsorgerin der Arbeitsgemeinschaft Hospiz in der EKHN. In der Sterbebegleitung gehe es vor allem darum, diesen Menschen bis zum Tod Beistand zu leisten. „Wir sprechen gemeinsam über das Bevorstehende“, sagt Kündiger. Dabei wird nicht nur der Tod thematisiert, sondern auch das Leben des Sterbenden. „Wir nutzen die Zeit, um Erinnerungen auszutauschen oder gemeinsam Wege zu gehen“, erklärt sie. Diese Wege können in Gedanken geschehen, aber auch ganz konkret Ausflüge zu Plätzen sein, die dem Sterbenden etwas bedeuten. 

Das Unerfüllte thematisieren

Häufig gehe es in den gemeinsamen Gesprächen um das Unerfüllte. Im Angesicht des Todes stelle sich oft die Frage: „Was ist mir nicht gelungen? Was war der Sinn meines Lebens?“ Kündiger beschreibt ihre Arbeit als Teil eines Netzes, zu dem die Angehörigen und Freunde des Sterbenden genauso gehören, wie Ärzte, Pflegepersonen, Seelsorger und Ehrenamtliche. 

Eigene Fähigkeiten und Grenzen der Sterbebgleitung

Kündiger erklärt, dass die Aufgaben in der Sterbebegleitung nicht nur darin liegt, auf die medizinischen, pflegerischen, psychosozialen und spirituellen Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen. Die Entlastung der Angehörigen spielt eine besondere Rolle. „Wir sind auch Mutmacher für die Nächsten“, sagt die Expertin. Die Vertrauten eines Sterbenden seien nicht immer die nächsten Verwandten oder Freunde. „Sterbebegleitung ist eine urmenschliche Fähigkeit und eine Kunst, die immer neu ein- und ausgeübt werden muss“, sagt die Expertin. Daher warnt sie davor im Umgang mit Sterbenden von Angehörigen zu viel zu verlangen. 

„Sterben ist keine Krankheit.“

Als Pfarrerin sieht sie ihre Arbeit besonders darin dem Wortlosen Sprache zu geben und Deutungsangebote zu formulieren. „Sterben ist keine Krankheit“, betont Kündiger. Sie bleibe so lange an der Seite des Sterbenden, bis dieser allein den Lebens-Horizont überschreite. Diese Zeitspanne kann ganz unterschiedlich sein. Die Sterbebegleitung ist kein kontinuierlicher Prozess, erläutert die Seelsorgerin. Sie beginnt in dem Moment „wo jemand auf uns zukommt“, sagt Kündiger, und endet mit dem biologischen Tod.

  • Arbeitsgemeinschaft Hospiz - in der EKHN Heuchelheimer Straße 20
    61348 Bad Homburg v.d. Höhe
    Telefon: 06172/308814
    Telefax: 06172/308866
    E-Mail | Website Karte

Diese Seite:Download PDFDrucken

Heile du mich, HERR, so werde ich heil;
hilf du mir, so ist mir geholfen.

Jeremia 17, 14

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Hannah Luise

Zurück zur Webseite >

to top