18. Dezember 2009 - Pressemitteilung

Weihnachtlicher Gottesdienst mit Kirchenpräsident

In einer Wiesbadener Berufsschule feiert Dr. Volker Jung mit Schülern aus 20 Nationen

Kirchenpräsident Jung erzählt von sich und seinem Leben
Kirchenpräsident Jung erzählt von sich und seinem Leben
Fünf Lehrer an ihren Blasinstrumenten
Fünf Lehrer an ihren Blasinstrumenten
Fotos: R. Töpelmann

Wiesbaden. „Die Messe ist für alle offen“, sagt Direktor Klaus Spiekermann zum Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung. Er meint damit nicht nur die Evangelischen und Katholiken. Schüler und Schülerinnen aus 17 Konfessionen und Religionen sind an der Wiesbadener Friedrich-Ebert-Schule anzutreffen. Die jungen Leute gehören 20 Nationen an und sammeln sich doch zum gemeinsamen Gottesdienst. Schulpfarrer Jürgen Amm-Borgetto eröffnet die Feier im Foyer der Schule mit dem Lied „Macht hoch die Tür“. Er dirigiert die fünf Lehrer der Berufsschule mit Geschick. Tuba, Horn, Klarinette und Trompete geben einen festlichen Klang. Der katholische Religionslehrer Jürgen Kortus geht auf die Bühne, um die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium zu lesen. Vom Lärm, den 150 Schüler machen können, ist hier nichts zu spüren. Dr. Volker Jung ergreift das Wort. Er wolle etwas von sich und seinem Beruf erzählen. „Am liebsten wäre ich Fußballprofi geworden. Aber das hat nicht geklappt“, bekennt der Pfarrrer, der erst mit dem Beginn des Jahres sein Amt als hessen-nassauischer Kirchenpräsident angetreten hat. Als zwei seiner Mitschüler durch Unglücksfälle ums Leben gekommen seien, habe er intensiv über Leben und Sterben nachgedacht. Später habe er das Gefühl entwickelt, dass man sich bei vielem im Leben Gott anvertrauen müsse. Das hätten Maria und Josef in der biblischen Erzählung auch getan. Schließlich: Die große Botschaft der Weihnachtsgeschichte sei das „Fürchtet euch nicht.“ Es soll keinen Ort geben, wo Du verlassen bist“, rief er den jungen Leuten zu.

Amm-Borgetto findet, wie er vor der Feier sagte, der Religionsunterricht (RU) sei ein unaufgebbarer Teil seiner Schularbeit an der berufsbildenden Einrichtung. Erteilt werde das Fach von drei Lehrkräften. Die Schulleitung unterstütze seine Arbeit. Das sei erfreulich. Der Referent in der Kirchenverwaltung für Schule und Religionsunterricht, Sönke Erich Krützfeld, bestätigte, dass die Abdeckung des RU nicht überall so gut funktioniere. Die EKHN zähle 90 Schulpfarrer für das Fach in den beruflichen Schulen. Was die jungen Leute alles leisten, führten sie in Wiesbaden ganz praktisch vor: Die Landesfachklasse für Veranstaltungtechnik sorgte für eine Videoaufzeichnung und die akustische Verstärkung.


Kontakt:
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für die Region Main-Taunus, Rheingau-Taunus, Hochtaunus, Rhein-Lahn und die Landeshauptstadt Wiesbaden

Dr. Roger Töpelmann
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