10. März 2010 - Pressemitteilung
Dekan Heinemann geht nach Hannover

Der amtierenden Präsident des Stadtkirchentages Hannover,
Matthias Hoyer, gratuliert Dekan Hans-Martin Heinemann
Foto: R. Töpelmann
Hannover/Wiesbaden. Der Wiesbadener Dekan Hans-Martin Heinemann, 56, hat die Wahl zum Amt des Stadtsuperintendenten im Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverband Hannover klar gewonnen. In geheimer Wahl stimmten die 68 Mitglieder des Stadtkirchentags im zweiten Wahlgang für ihn. Er erhielt 40 Stimmen. Der Gegenkandidat war Pastor Dr. Bernd Schwarze (Lübeck), der 22 Stimmen auf sich vereinigen konnte. Die Wahlversammlung des Stadtkirchentages tagte im Haus der Jugend in Hannover-Linden unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spiekermann gratulierte Heinemann und zeigte sich erfreut über die seit über einem Jahr erwartete Entscheidung. Heinemann äußerte sich erfreut über den Wahlausgang, dankte seinem Gegenkandidaten Dr. Bernd Schwarze (Lübeck), den Mitgliedern des Stadtkirchentages und sagte: „Mit Hoffnung, Glaube und Liebe – jetzt ans Werk.“
In seiner Wahlrede hatte der im Kreis Gießen geborene Heinemann dazu aufgerufen, Kirchengemeinden und Einrichtungen sollten stärker in Netzwerken arbeiten. „Die eigenen Kräfte nach vorne lassen, dann sind wir als Evangelische Kirche stark, dann sind wir am besten“, appellierte er an die Versammelten. Er plädierte für eine Neuaufstellung der kirchlichen Dienste, für eine Verschränkung des Gemeindepfarramtes mit übergemeindlichen Aufgaben und der Spezialseelsorge. Ehrenamtliche wolle er noch stärker einbeziehen. Die Kirchen, so der bislang als Dekan der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden Tätige, bildeten einen wesentlichen Teil der Bürgerschaft. Es gelte in der Stadt Hannover und im Sprengel Präsenz zu zeigen, bei Vereinen, Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und demokratischen Parteien. Die Kirche wolle durch Initiativen gehört werden. Begegnungen dürften nicht versäumt werden. Kirchliche Leitung erweise sich wesentlich in geistlicher Orientierung.
Der Stadtkirchenverband Hannover repräsentiert 210.000 evangelische Christinnen und Christen in 63 Kirchengemeinden. Heinemann ist seit dem Jahr 2000 Dekan des Evangelischen Dekanates Wiesbaden. Im größten Dekanat der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit knapp 90.000 Protestanten ist er Dienstvorgesetzter von rund 80 Pfarrerinnen und Pfarrern. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Seine Ehefrau Edeltraud Glänzer ist Mitglied des Hauptvorstandes der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, die ihren Sitz in Hannover hat.
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zurück | letzte Aktualisierung: 12.03.2010 | copyright by EKHN