Pfarrfrauen
Mit einem Pfarrer verheiratet, geschieden oder verwitwet?
Eine Frau, die einen Pfarrer heiratet, kann sich mit unterschiedlichen Erwartungen konfrontiert sehen: Es wäre doch schön, wenn sie die Frauenarbeit der Gemeinde leitet, im Chor mitsingt und das Gemeindefest organisiert.
Die Konsequenzen der unentgeltlichen Arbeit spürt sie möglicherweise Jahre später – wenn beispielsweise trotz aller guten Vorsätze und allen Bemühens eine Scheidung ansteht.
Diese Erfahrungen haben dazu geführt, dass sich unterschiedliche Rollenmodelle entwickelt haben. Diesen Prozess unterstützt und begleitet die Pfarrfrauenvertretung. So kommt es zunehmend vor, dass Pfarrfrauen weniger unentgeltlich für die Kirchengemeinde arbeiten, stattdessen aber ihren eigenen sozialversicherungspflichtigen Beruf ausüben.
Wie erleben die Pfarrfrauen diesen Wandel und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen vor Ort? Bei den Treffen der Pfarrfrauenvertretung begegnen sie Gleichgesinnten und nehmen eine Menge wertvoller Impulse mit ins Pfarrhaus.
„Ich bin ja nicht die einzige, die bestimmte Herausforderungen meistern muss!“ Diese Erfahrung machen Pfarrfrauen, wenn sie sich auf Tagungen, Freizeiten, Seminaren oder nach Gottesdiensten treffen.
Durch die Begegnung mit Gleichgesinnten entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Deshalb heißen sie auch „Neue“ herzlich willkommen.
Aktivitäten der Pfarrfrauen
Gemeinsam verreisen die Pfarrfrauen und ihre Kinder im Frühjahr und treffen sich beim Herbsttag. Es gibt eine Pfarrwitwentagung für Frauen, deren Pfarrer-Ehemann verstorben ist, und Eheseminare oder Ehepaartage für die Verheirateten.
Die Pfarrfrauen tragen ihre Belange der Kirchenleitung und der Kirchenverwaltung vor und bieten Frauen in Krisenzeiten Hilfe an.
Zudem gibt es eine Selbsthilfegruppe der getrennt lebenden und geschiedenen Frauen von Pfarrern und die Gemeinschaft der Pfarrwitwen, die mit den Pfarrfrauen zusammenarbeiten.
Geschichte der Pfarrfrauen
Im November 1972 fand das erste Treffen in Frankfurt statt, zwei Jahre später entstand die Arbeit der Pfarrwitwen.
Von Scheidung und Trennung betroffene Frauen von Pfarrern gründeten 1982 die Selbsthilfegruppe „Überleben und Leben“. Sie sind der Pfarrfrauenvertretung (PFV) angeschlossen. 1991 begann auch der Einsatz der Frauen von Pfarrern im Ruhestand.
Unterstützung für geschiedene Pfarrfrauen
Das Familienleben im Pfarrhaus ist vorbildlich – so die Erwartung.
Doch auch für eine Ehe im Pfarrhaus gilt: Wenn sie in einer Krise steckt, wenn sie scheitert oder wenn sie geschieden wird können schwere Belastungen seelischer Art und wirtschaftliche Sorgen die Folge sein.
Durch die Selbsthilfegruppe „Überleben und Leben“ erhalten die Frauen, die durch Trennung oder Scheidung von Pfarrern betroffen sind, in ihrer schwierigen Situation Begleitung und Unterstützung.
Die Treffen, die im Jahresprogramm angeboten werden, sind eine zusätzliche Möglichkeit, sich in zwangloser Atmosphäre kennen zu lernen und auszutauschen.
Unterstützung für Pfarrwitwen
Die Pfarrwitwenvertretung hat sich 1974 organisiert und der Pfarrfrauenvertretung angeschlossen. Sie sieht ihre Aufgabe darin, die Kontakte zu den Witwen von Pfarrern zu pflegen und neu verwitweten Frauen, so sie das wünschen, zu helfen, mit ihrer Situation zurechtzukommen.
Einmal im Jahr wird eine 3-tägige Tagung mit interessanten Themen organisiert und im Sommer eine 2-wöchige Freizeit in landschaftlich reizvollen Orten angeboten.
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Adresse
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Pfarrfrauenvertretung der EKHN
Alt-Griesheim 20
65933 Frankfurt a.M.
Telefon: 069/366080420
E-Mail
