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Biografie von Dr. Dr. h. c. Volker Jung

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Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ist Pfarrer Dr. Dr. h. c. Volker Jung. Er wurde am 27. September 2008 von der Kirchensynode der EKHN zum sechsten Kirchenpräsidenten der EKHN gewählt. Sein Amt trat er am 1. Januar 2009 an. Die Amtszeit einer Wahlperiode beträgt acht Jahre. Im November 2015 wurde Volker Jung erneut zum Kirchenpräsidenten gewählt. Er steht damit ab 2017 für weitere acht Jahre bis zum 31. Dezember 2024 an der Spitze der EKHN. 

Volker Jung wurde 1960 in Schlitz (Vogelsbergkreis) geboren. Nach der Schulzeit in Schlitz und Lauterbach studierte er Evangelische Theologie in Bielefeld-Bethel, Heidelberg und Göttingen. Von 1985 bis 1990 arbeitete er nach dem Ersten Theologischen Examen als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Göttingen. 1998 promovierte er zum Doktor der Theologie mit einer systematisch-theologischen Arbeit über die Schriftauslegung in der lutherischen Orthodoxie im 17. Jahrhundert. Im Juni 2016 erhielt Jung die Ehrendoktorwürde der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) für die Förderung der wissenschaftlichen Theologie und ihrer Bedeutung für Kirche und Gesellschaft.

Nach dem Vikariat in Alsfeld von 1991 bis 1992, dem Zweiten Theologischen Examen und einem Spezialvikariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war er ab 1993 Pfarrer in den Kirchengemeinden Stumpertenrod und Köddingen im Vogelsberg und Beauftragter für Erwachsenenbildung im Dekanat Alsfeld. 1997 übernahm Jung eine Pfarrstelle in Lauterbach. 

1998 wurde er zusätzlich zum Pfarramt Dekan des Dekanats Lauterbach. Nach einer Fusion dieses Dekanates mit dem Nachbardekanat Herbstein zum Dekanat Vogelsberg wurde er im Januar 2000 als dessen erster Dekan gewählt. Zugleich blieb er Pfarrer in Lauterbach. 

In der Region des Dekanates engagierte sich Jung in zahlreichen Bereichen wie der Notfallseelsorge, der Diakoniestation, dem Stiftungsrat des Eichhof-Krankenhauses. Er war Mitbegründer der Lauterbacher Tafel und der Initiative „Gesicht zeigen gegen Gewalt“ im Vogelsberg. Auf gesamtkirchlicher Ebene war er Mitglied im Vorstand der Konferenz der Dekaninnen und Dekane und gehörte von 2004 bis 2008 der Kirchensynode an. Er ist seit vielen Jahren Autor von Verkündigungssendungen im Hessischen Rundfunk. 

Seit dem Amtsantritt als Kirchenpräsident der EKHN im Jahr 2009 hat Volker Jung etliche Aufgaben auf Ebene der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) übernommen. So arbeitete er von 2009 bis 2013 in der EKD-Kommission mit, die den Text „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit. Familien als verlässliche Gemeinschaft stärken. Eine Orientierungshilfe des Rates der EKD“ erarbeitete. Von 2010 bis 2015 war Jung Vorsitzender der EKD-Kammer für Migration und Integration und in dieser Eigenschaft von 2011 bis 2013 auch Mitglied des Integrationsbeirates der Bundesregierung. 

Jung ist seit 2014 stellvertretender Vorsitzender der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und einer der Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirates der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung. Er gehört außerdem dem Leitungskreis „Reformationsjubiläum 2017“ an. 

Im November 2015 wählte die Synode der EKD Volker Jung in den Rat der EKD. Im Dezember 2015 wurde er Aufsichtsratsvorsitzender des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt. Jung gilt damit als „Medienbischof“ der EKD. Im Juni 2016 berief ihn der Rat der EKD zudem zum „Sportbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland“.

Weil er sich klar für die Rechte Homosexueller und gleichgeschlechtlicher Partnerschaften positioniert hat, erhielt er 2014 die Auszeichnung "Kompassnadel" des Schwul-Lesbischen Netzwerkes Nordrhein-Westfalen sowie 2015 den Ehrenpreis des Bundesverbands der Lesben und Schwulen in der Union (LSU).

Jung ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

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Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat.

Psalm 103, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Cecilia Bajic

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