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Propstei Süd-Nassau

Bernd-Christoph MaternDer Rhein bildet die westliche Begrenzung der Propstei Süd-Nassau

Die Propstei Süd-Nassau hat signifikante Grenzen: Den Main von Hochheim bis vor die Tore von Frankfurt, den Rhein von Wiesbaden bis nach St. Goarshausen. Die Lahn bis Bad Ems, den Taunus bis Usingen und Bad Homburg. Darin liegen die Städte Bad Schwalbach, Idstein, Diez, Bad Ems, Hofheim, Bad Soden, Kronberg, Bad Homburg, Usingen, Hochheim, Flörsheim und die Landeshauptstadt Wiesbaden.
Äußerst reizvoll, besonders wegen seiner Kirchen, ist der Rheingau mit der Stadt Rüdesheim am Rhein.
Die Evangelische Akademie organisiert Tagungen zu aktuellen Gegenwartsfragen, religiösen oder theologischen Themen. Kirche und Gesellschaft geben sich hier ein Stelldichein.

Um Politik geht es in der Landeshauptstadt Wiesbaden. Der Beauftragte der drei evangelischen Kirchen am Sitz der Landesregierung begleitet die hessische Politik mit kirchlichen Interessensäußerungen und Anregungen.

Glaube und Geschichte

Der christliche Glaube hat in der Propstei eine vielfältige Ausprägung. Bestimmend sind sowohl sein in vielen Kirchengemeinden spürbarer Optimismus, seine traditionelle Frömmigkeit und seine moderne Zeitgenossenschaft. Die Menschen leben ihre Glaubensüberzeugungen gerne.
Die Propstei in ihren heutigen Grenzen stellt noch immer einen großen Teil des 1806 gegründeten Herzogtums Nassau dar. Napoleon, der „Weltgeist zu Pferde" (Hegel), hatte damals mit den Fürsten von Nassau-Usingen und Nassau-Weilburg eine neue politische Größe geschaffen. Den Gläubigen brachte die neue Reformpolitik am Beginn des 19. Jahrhunderts die Toleranz der Religion und der Konfessionen, ein neues Schulsystem (Simultanschule), Gewerbefreiheit, eine moderne Steuerreform und eine Verfassung mit liberalen Elementen, die als Grundlage des heutigen demokratischen Staatswesens gelten kann. 

Für die Ausbreitung der Reformation ist die Stadt Idstein im Taunus von herausragender Bedeutung. In der ehemals nassauischen Residenzstadt (bis 1721) erinnert die Unionskirche daran, in der bundesweit die erste Union zwischen Lutheranern und reformierten Kirchen geschlossen wurde – Vorbild für viele in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts folgende Zusammenschlüsse dieser protestantischen Traditionen.

Wirtschaft und Kultur

Die Wirtschaft in der Region wird heute durch die Prosperität des Rhein-Main-Gebietes geprägt. Chemiestandorte gehören dazu, Metallverarbeitung, Medienstandorte und Dienstleister. Im Rheingau dominiert noch immer der Weinbau auf höchstem Niveau. Die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Unternehmer (AEU) legt viele ihrer Veranstaltungen in die Region.
Kultur wird in Süd-Nassau in zahlreichen jährlich wiederkehrenden Events gepflegt: Das Rheingau-Musik-Festival findet zu einem Teil in Kirchen und Klöstern statt. Die Mai-Festspiele in Wiesbaden und andere Kulturereignisse in der Landeshauptstadt ziehen Besucher aus der ganzen Region an. Die Kirchenmusik spielt in Süd-Nassau mit klassischen Chören, nicht weniger mit Gospel-Gruppen und mit Orgelkonzerten eine herausragende Rolle. Schon seit einigen Jahren sind die Kirchengemeinden und evangelischen Dekanate am Rhein in das „Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal" einbezogen und öffnen ihre Kirchen und Baudenkmäler.

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Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern.

Lukas 12, 48

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Milena

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