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Ausstellungseröffnung: Luthers Schattenseiten

Kurs-Nr.: , 18. 05. 2017, Büttelborn

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Infos

Termin 18. 05. 2017 19:00 – 21:00 Uhr

Ort Ev. Kirche, Kirchstr. 4, 64521 Büttelborn

Kosten

Links

Reformation 2017

Austtellungseröffnung zu den Schattenseiten des Reformators Martin Luther. Hans-Georg Vorndran, seit vielen Jahren in Büttelborn zu Hause, hat diese Ausstellung für den Evangelischen Arbeitskreis für das christlich-jüdische Gespräch – ImDialog, erarbeitet. Er wird uns an diesem Abend eine Einführung in seine Ausstellung geben, die das Luther-Zitat „Drum immer weg mit ihnen!“ im Titel trägt mit dem Untertitel: Luthers Sündenfall gegenüber den Juden.

Hintergrund:

In diesem Jahr geht das 10jährige Reformationsjubiläum zu Ende. Es erreicht seinen Höhepunkt am Reformationsfest im Oktober. Viele Menschen sprechen auch vom Luther-Jubiläum oder der Luther-Dekade. Ja, es stimmt: 10 Jahre lang gab es viele gute Gründe, Martin Luther zu feiern: Schließlich entstand am Ende der durch ihn angestoßenen Reformation die evangelische bzw. protestantische Kirche. Mit ihrer Unabhängigkeit von Papst und Bischöfen und in direkter Partnerschaft jedes einzelnen und jeder einzelnen Glaubenden zu Gott. Ohne Umweg über einen Vermittler. Außerdem schenkte er uns sein Meisterwerk, die Übersetzung der kompletten Bibel in die deutsche Sprache. Alle konnten nun selbst und selbstständig Gottes Wort lesen und vor allem hören. Es gab und gibt also tatsächlich etwas zu feiern!
Allerdings dürfen auch die Schattenseiten des Reformators nicht verdrängt und vergessen werden. Und diese hängen mit seinem Verhältnis gegenüber den Juden und dem Judentum zusammen. Manche seiner Texte gegen die Juden wurden sogar 400 Jahre später von führenden Nazis aufgegriffen und man glaubt es kaum, dass sie ursprünglich von Luther stammen. So ist bei ihm zu lesen, dass man ihre Synagogen und Häuser anzünden solle und ihre Gebetbücher und den Talmud verbrennen solle. Der Grund für seine Ausfälle und seinen Hass gegen Juden war die Tatsache, dass er erreichen wollte, dass Juden sich ausnahmslos zum Christentum bekehren sollten. Als er jedoch merkte, dass sie an ihrem Glauben festhielten und ihre eigene jüdische Auslegung ihrer Bibel nicht aufgeben wollten, schlug seine anfängliche sanfte Kritik um in aggressive Intoleranz und in Aufrufe zur Gewalt.
Unsere hessen-nassauische Landeskirche hat im November 2014 erklärt, dass Luthers Haltung gegenüber dem Judentum nicht mit dem Zeugnis der Schrift von der bleibenden Erwählung des Volkes Israel vereinbar sei. Luther verknüpfe seinen zeitgenössischen Antijudaismus mit zentralen Einsichten seiner Theologie und gebe Handlungsanleitungen, die der völkische Antisemitismus aufgreifen konnte. Ein Jahr später hat die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erklärt: „Luthers Sicht des Judentums und seine Schmähungen gegen Juden stehen nach unserem heutigen Verständnis im Widerspruch zum Glauben an den einen Gott, der sich in dem Juden Jesus offenbart hat.“

 

 

Details

Veranst. Ev. Kirchengemeinde Büttelborn

Telefon 06152/ 57804

Telefax

E-Mail ev.kirchengemeinde.buettelborn@ekhn-net.de

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Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

1. Petrus 1, 3

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto, shironosov

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