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Lichtverschmutzung

Earth Hour: Künstliches Licht kann sich auf das Wohlbefinden auswirken

istockphoto/JchambersFrankfurt am Main bei NachtEine Stadt, die nicht schläft

Anlässlich der Earth Hour, bei der am 28. März für eine Stunde das Licht ausgeschaltet werden soll, werden auch die Folgen der Lichtverschutzung thematisiert.

Wer nachts im Hessischen Ried  in Richtung Frankfurt blickt, hat den Eindruck eines Sonnenaufgangs – doch die rötlich strahlende Lichtkuppel entsteht durch das künstliche Licht des Flughafens und der Stadt. Durch die Helligkeit sind nur vereinzelt Sterne am Himmel zu sehen. Die Aufhellung des Nachthimmels durch Lichtquellen wird auch als Lichtverschmutzung bezeichnet und kann Folgen für das menschliche Wohlbefinden haben.

Auswirkungen auf Mensch und Natur

„Nachts wird das Schlafhormon Melatonin produziert. Das braucht der Körper, um sich zu erholen. Die Straßenlaterne vor dem Schlafzimmer, aber auch langes Fernsehgucken in der Nacht und grelle Neonröhren im Bad beim Zähneputzen stören da nur. Besonders kaltweißes Licht mit hohen Blauanteilen irritiert,“ erklärte Sabine Frank, die für das Biospären-Reservat Rhön arbeitet, gegenüber der Evangelischen Sonntags-Zeitung. Tatsächlich hat eine Befragung des Schlafmedizinischen Zentrums der Charité in Berlin ergeben, dass Schüler, die sich abends dem kalten, blauen Licht des Computers ausgesetzt haben - statt wie die Vergleichsgruppe ein Buch zu lesen - am nächsten Tag viel müder waren und ihr Gedächtnis schlechter funktionierte. Aber auch Tiere und Pflanzen haben mit der Helligkeit zu kämpfen. Laut Sabine Frank werden dadurch Zugvögel von ihrer Flugbahn abgelenkt und Insekten verenden an LED-Leuchten, die zu Dekozwecken im Garten aufgestellt werden. Dadurch wiederum entgehe Fledermäusen und Igeln ein Teil der Nahrung. (mehr zum Thema in "Kein Licht, nirgends" in der Evangelischen Sonntags-Zeitung)

Kirchen sollen Licht ausschalten

Allerdings leuchten auch in der EKHN Kirchen und Gebäude in der Dunkelheit. Deshalb hat die Kirchenleitung anlässlich der Earth Hour am 28. März dazu angeregt, dass möglichst viele kirchliche Gebäude in der Zeit von 20.30 bis 21.30 Uhr „unangestrahlt“  bleiben könnten. Die Earth Hour ist eine weltweite Umweltschutzaktion, in deren Rahmen viele Städte  eine Stunde lang die Beleuchtung ihrer Sehenswürdigkeiten ausschalten. So werden das Brandenburger Tor in Berlin und der Kölner Dom nicht angestrahlt. Aber auch Privatpersonen können sich beteiligen und ihre Häuser und Wohnungen dunkel lassen. Mit dieser Aktion können nicht nur Energiekosten gespart und weniger Treibhausgase ausgestoßen werden, sondern sie leistet vor allem einen sichtbaren Beitrag zu mehr Umweltbewusstsein.

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung will bei sich zu Hause ebenfalls das Licht auslassen, er hat ermutigt: „Wenn kirchliche Gebäude für eine Stunde nicht mehr beleuchtet werden, fällt das auf und erzeugt Aufmerksamkeit. Überall, wo es technisch möglich ist und die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird, können wir mit dieser einfachen Aktion Menschen sensibilisieren und ein sichtbares Zeichen für Umweltschutz und Schöpfungsverantwortung setzen.“

Vortragsabend „Vom Verlust der Nacht“ fällt aus

Auch das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN wollte die Aktion mit der Veranstaltung „Vom Verlust der Nacht“ am 28. März aufgreifen. Leider fällt die Veranstaltung aus.  

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