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Umweltschutz Wetterau

Klage gegen REWE Zentrum in Wölfersheim

Dekanat Wetterau

30 Hektar Ackerfläche sollen weg - dafür soll ein REWE Logistikzentrum entstehen. Dagegen hat jetzt ein Aktionsbündnis geklagt. Mit dabei: Umwelt- und Naturschutzverbände, der regionale Bauernverband und die beiden großen Kirchen.

Hat die Klage Erfolg, dann könnte  das REWE-Logistikzentrum an dieser Stelle verhindert werden. „Für uns als Kirche ist die Bewahrung der Schöpfung der Auftrag uns einzubringen, so Wolfgang Dittrich, Referent für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Wetterau.

Der Grund für die Kritik an dem Logistikzentrum sei vor allem „die Vernichtung hochwertigsten Ackerlands. Das führt unwiederbringlich zum Verlust der Möglichkeit, auch für zukünftige Generationen hochwertige Lebensmittel zu erzeugen“, sagt Andrea Rahn-Fahr, Erste Vorsitzende des Regionalbauernverbandes Wetterau-Frankfurt.

Wetterau mit besonderer Verantwortung für Nahrungsversorgung

Ähnlich sieht es auch Dittrich: In der gravierenden Änderung des Regionalplans zugunsten eines REWE-Logistikzentrums auf allerbestem Ackerboden sehen wir einen Dammbruch, der dazu führen könnte, dass weitere großflächige Gewerbeansiedlungen außerhalb des Regionalplans auf besten Ackerböden geplant werden. Wir haben in der Wetterau wegen unserer sehr guten Ackerböden eine besondere Verantwortung für die Nahrungsversorgung über die Region hinaus und müssen dringend einen Diskurs darüber führen, wie wir zukünftig in der Wetterau leben wollen.“

Andere Standorte seien nicht ausreichend geprüft worden

Im Gespräch mit der Multimediaredaktion beurteilte der Bürgermeister von Wölfersheim im vergangenen Jahr die Vernichtung der Ackerfläche hingegen als durchaus vertretbar. Doch auch das Planungsverfahren von REWE kritisieren die Kläger. Weder wurde der Bedarf für das Logistikzentrum nachvollziehbar begründet, noch hat eine angemessene Prüfung von anderen Standorten stattgefunden, sagt Werner Neumann, Mitglied im Landesvorstand des BUND.

Steht online-Handel hinter dem Projekt?

Joerg Weber von Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V. und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sagt: „Auf der einen Seite wirbt REWE mit dem Slogan – direkt vom Acker auf den Tisch – und hier wird durch REWE ausgerechnet unser wertvollstes Ackerland vernichtet. Tatsächlich steht wohl auch der durch REWE angekündigte Ausbau des online-Handels im Lebensmittelbereich hinter dem Projekt. Damit werden zudem die Schadstoff-Emissionen durch die Lieferdienste weiter  zunehmen.“

Schon im Frühjahr 2017 hatte sich das Aktionsbündnis Bodenschutz Wetterau mit dem Ziel gegründet, den „Logistikpark“ mit Versiegelung einer Ackerfläche von bis zu 30 ha in der Nähe der Autobahnauffahrt Wölfersheim zu verhindern.

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5, 17

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Zoltan Tasi/unsplash

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