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Rund 50 Nachwuchs-Journalisten on air

Schon als Kind die Großeltern mit dem Regenschirm interviewt

Henrik von Tenspolde

Der Song endet, das Rotlicht leuchtet auf, das Mikro ist an – Saskia und Dominik haben alle Hände voll zu tun. Wichtige Nachrichten, Verkehrsmeldungen, Wetter, Musikmoderationen, alle paar Minuten bringen die beiden ihre Hörer auf den neusten Stand. Saskia und Dominik moderieren die Morningshow bei LUX Radio – zwei Wochen lang sind sie bei der Sommerakademie der Hörfunkschule Frankfurt live on air auf der UKW 92,9 in Frankfurt und in Teilen Offenbachs.

Beide sind keine Profis: Dominik Jordan ist gerade mal 19 Jahre alt, frisch gebackener Abiturient. Aber der Frankfurter wollte schon immer zum Radio: „Schon als Kind habe ich meine Großeltern mit einem Regenschirm interviewt.“ Jetzt steht er an einem richtigen Mikrofon und hat mehr Zuhörer als nur seine Großeltern. Möglich macht es das Projekt Sommerakademie der Hörfunkschule Frankfurt.

Knapp 50 junge Nachwuchsjournalisten schnuppern in ihren Traumberuf rein und sammeln wertvolle Erfahrungen. Saskia Hein, 23, aus Reinheim bei Darmstadt, ist Wiederholungstäterin: Im letzten Jahr war sie Nachrichtensprecherin bei LUX, jetzt probiert sie sich in der Moderation: „Von Texten, über Sprechen, bis hin zu Töne und Videos schneiden, hier lernt man alles fürs Medien-Berufsleben“. Und Saskia muss es wissen: Die Studentin arbeitet schon freiberuflich für das professionelle Radio.

Die Hörer dürfen länger schlafen

Jeder Teilnehmer der Sommerakademie spezialisiert sich mit Workshops für seinen Job, beispielsweise für die Nachrichten oder für die Online-Redaktion. So mussten Saskia und Dominik ein Moderations-Casting machen. Beide kannten sich vorher kaum, stehen jetzt aber bis zum 26.August jeden Tag fünf Stunden zusammen im Studio. „Ich verbringe mit Dominik gerade mehr Zeit als mit meinem Freund“, sagt Saskia schmunzelnd. Die Chemie stimmt zwischen den beiden Nachwuchs-Moderatoren. „Saskia präsentiert das Wetter und die Kulturtipps, während ich die Verkehrsinfos im Blick behalte“, erklärt Dominik. Bei allen weiteren Themen stimmen sich die beiden vor jeder Moderation genau ab, wer was sagt.

Beide sind mit voller Begeisterung dabei – und das, obwohl sie ihre Zeit auch anderes verbringen könnten. Saskia hat eigentlich gerade Semesterferien – aber sie investiert die Zeit gerne für das Ausbildungsprojekt. Nur eine Sache fällt ihr überhaupt nicht leicht: „Ich bin morgens sehr schwer aus dem Bett zu kriegen und Aufstehen ist für mich eine Qual.“ Aber für die Hörer macht Saskia das gerne: „Dominik und ich stehen früh auf, damit die Hörer etwas länger liegen bleiben können. Denn von uns erfahren sie innerhalb von ein paar Minuten alles, was für den Tag wichtig ist – gut portioniert zum Frühstück oder auf der Fahrt zur Arbeit.“ Dominik ergänzt: „Bei uns gilt das Motto: Aufstehen ist LUXus! Wer mit LUX aufsteht, soll Spaß dabei haben. Vor allem Musik spielt dabei eine wichtige Rolle. Alle Morgenmuffel kommen mit unserem täglichen Wecksong in Schwung.“

Nicht nur Radio – viele Videos auf mainlux.de

Wie groß die Augenringe von Saskia tatsächlich sind und weitere Einblicke hinter die Kulissen von LUX gibt es auch auf Instagram, Facebook und Twitter. Social Media ist für die Teilnehmer ebenso wichtig wie die Bereiche Video, TV und Online. Denn wer heute in den Journalismus einsteigen will, braucht crossmediale Erfahrungen. So entstehen für einen eigenen YouTube-Kanal jeden Tag mehrere Videos zu den Themen, die die Hörer von LUX Radio bewegen. Auf dem Web-Portal www.mainlux.de sind die Videos ebenso wie unter LUX TV zu sehen. „Wir freuen uns auf die jungen Journalisten, die zur Sommerakademie kommen,“ erklärt Andreas Fauth, Leiter der Hörfunkschule Frankfurt, „denn heute ist es für junge Leute nicht mehr selbstverständlich, einen journalistischen Beruf zu ergreifen.“ Auf der Sommerakademie lassen sich die Talente von morgen aber entdecken.

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern.

Lukas 12, 48

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/ekely

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