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Naturschutz in Hessen

Wieder mehr Meisen und Finken

emer1940/istockphoto.com

Die hessische Zwischenbilanz der „Stunde der Wintervögel“ zeigt: Der vergangene Winter mit sehr geringen Vogelzahlen war offenbar eine Ausnahme. Das milde Wetter lässt außerdem Zugvögel in Deutschland überwintern.

Die besonders geringen Vogelzahlen vom Vorjahr waren ein Ausreißer und haben sich zum Glück nicht wiederholt“, so der NABU-Landesvorsitzende, Gerhard Eppler. Bis zum Dienstagmorgen wurden in Hessen bereits knapp 160.000 Vögel gemeldet, bundesweit über 2,3 Millionen. Damit gehört die Stunde der Wintervögel zu den größten  bürgerwissenschaftlichen Mitmachaktionen Deutschlands.

Kohlmeise verdrängt Amsel von Platz eins

Der Haussperling ist mit im Schnitt 6,4 Exemplaren pro Garten der am häufigsten gemeldete Vogel. Die Kohlmeise hat mit durchschnittlich 5,8 Vögeln pro Garten den Abstand zur Spitze wieder verkleinert. In diesem Jahr hat sie den Titel der am weitesten verbreiteten Art ergattert. In über 96 Prozent aller Gärten und Parks wurde sie gesichtet und verdrängt damit die Amsel als bisherigen Spitzenreiter.

Zugvögel überwintern in Deutschland

An den bisher erfassten Meldungen zeigen sich Auswirkungen des milden Winters auf das
Zugverhalten einiger Teilzieher. „Wie im Vorjahr blieben Stare und Heckenbraunellen
vermehrt bei uns. Auch eigentliche Zugvögel wie Bachstelzen, Hausrotschwänze und
Zilpzalpe wurden deutlich häufiger gemeldet als sonst“, erklärt Eppler. „Durch die milden
Winter der vergangenen Jahre können diese Arten vermehrt in Deutschland erfolgreich
überwintern. Gleichzeitig ließen sich Meisen, Finken und Eichelhäher diesmal nicht davon
abhalten, aus dem Norden und Osten zu uns zu ziehen.

Vögel haben unterschiedliche Dialekte

Mildes Wetter reicht allein nicht aus, um eine geringe Zahl an Wintervögeln in den Gärten vorherzusagen. Auch Faktoren wie das Angebot an Baumsamen im Wald und das Wetter in anderen Teilen Europas spielen eine Rolle.“ Vogelkenner können bei uns überwinternde Meisen aus dem Baltikum oder Sibirien sogar an ihrer Stimme erkennen: Sie singen in einem einem anderen Dialekt.

Noch bis zum 15. Januar können Zählergebnisse online unter
www.stundederwintervoegel.de nachgemeldet werden.

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5, 17

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Zoltan Tasi/unsplash

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