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Europawahl 2014: Italien

Karsten FinkItalien

Italien gehört zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Union aus dem Jahr 1952, 1990 ist es auch dem Schengen-Raum beigetreten. Die Italiener zahlen mit dem Euro. Etwa 60 Millionen Menschen leben laut dem Auswärtigen Amt in dem Mittelmeerland. Seit 1948 ist Italien eine Republik mit parlamentarischer Demokratie und einem für sieben Jahre gewählten Staatspräsidenten. Seitdem Silvio Berlusconi 2011 zurückgetreten ist, hat es bereits drei Regierungschefs gegeben. Seit Februar 2014 ist Matteo Renzi Staatspräsident.

Italien ist ein überwiegend katholisch geprägtes Land. Rund 90 Prozent der Italiener bekennen sich der Bundeszentrale für politische Bildung zufolge zum römisch-katholischen Glauben. Danach folgen die Orthodoxen und die Muslimen, denen jeweils ungefähr 2 Prozent der Bevölkerung angehören. Nur ein Prozent der Italiener sind Protestanten (Stand 2006). Dennoch hat die evangelische Kirche eine lange Tradition: Bereits 1654 gab es Protestanten in Venedig, jedoch standen diese lange unter Beobachtung der Behörden. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Atmosphäre toleranter, so dass sich auch in anderen italienischen Städten protestantische Gemeinden bildeten, in denen die französischsprachigen reformierten Schweizer und die evangelisch-unierten Deutschen sowie Österreicher und Dänen ihren Glauben etablierten.

Heute sind fünfzehn evangelisch-lutherische Gemeinden in Italien als Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien (kurz ELKI, italienisch: Chiesa Evangelica Luterana in Italia, CELI), zusammengeschlossen. Die ELKI ist eine Partnerkirche der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD). Sitz der ELKI ist in Rom. Da nahezu jeder Protestant in Italien in engem Kontakt mit Katholiken steht, betont die dortige Kirche den Gedanken der Ökumene, den sie nach eigenen Angaben stark lebt. Die EKHN unterhält zudem eine direkte Partnerschaft mit der italienischen Waldenser-Kirche.

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge,
sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages /nottomanv1

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