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Anschläge in Frankreich

Christen und Muslime verurteilen niederträchtigen Terror in Paris

Bernd-Christoph MaternIn Nassau gedenken Christen, Muslime und Atheisten der Terror-Opfer von Paris.

Entsetzen über die terroristischen Anschläge in Paris: Überall in Deutschland zeigen sich Menschen solidarisch mit den Franzosen. Bundesweit gibt es spontane Mahnwachen für die Opfer und Angehörigen. Auch auf dem Nassauer Marktplatz haben Christen und Muslime gemeinsam getrauert.

Zutiefst betroffen von den Terroranschlägen in Paris und dem Missbrauch von Religionen für Hass und Gewalt haben sich am Samstagabend Vertreter der islamischen, katholischen und evangelischen Gemeinden in Nassau geäußert. Auf die spontane Einladung der ökumenischen Flüchtlingsinitiative Nassau kamen nur Stunden später mehr als 150 Menschen auf den Marktplatz der Stadt, um der Opfer des Terrors zu gedenken und gemeinsam für ein friedliches Miteinander einzustehen.

Gedenken der Opfer von Terror und Gewalt

„Die Saat der Gewalt kann uns nicht trennen!“, sagte Martina Kissel-Staude, Sprecherin der Flüchtlingsinitiative. Die Anschläge in Paris und an anderen Orten seien keine Gewalt zwischen Christen und Muslimen. „Gerade wird der Islam für Verbrechen missbraucht.“ Im Schweigen und mit Kerzen in der Hand gedachten die Menschen der Opfer von Terror und Gewalt in Paris und auf der ganzen Welt. 

„Wir lassen uns nicht auseinander dividieren als Christen, Muslime oder Atheisten“, sagte auch der evangelische Gemeindepfarrer Stefan Fischbach und erinnerte an die Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg „Nie wieder Hass!“ In diesem Sinn würden auch vor Terror Schutz suchende Menschen in Nassau und ganz Deutschland empfangen.

„Kein Muslim kann solche Verbrechen teilnahmslos hinnehmen.“

Deutliche Worte der Abscheu für die „niederträchtigen Anschläge in Paris“, die „Angriffe auf die Menschlichkeit, unsere Gesellschaft und unsere Werte sind“, fanden auch der Hodscha und der Vorsitzende der türkisch-islamischen Gemeinde Nassau Naci Caradeniz und Calal Basibuyuk. „Kein Muslim kann solche Verbrechen teilnahmslos hinnehmen, geschweige denn religiös legitimieren.“ Die Mörder von Paris irrten, wenn sie glaubten, Verbündete Gottes zu sein, er sei ihr Gegner. „Alle Muslime stehen in Liebe für Andere ein und stellen sich Gewalt in den Weg.“

Suche nach Frieden nicht verschieben

Angesichts der Geschehnisse und der Angst bat der katholische Pastoralreferent Michael Staude, die Suche nach Frieden nicht auf später zu verschieben. „Wir können zeigen, dass wir einen Weg zum Frieden hier und jetzt im Nassauer Land suchen“, so Staude. „Viele Flüchtlinge sind heute Abend unter uns, die gerade vor genau solchem Terror wie in Paris fliehen“, sagte Verbandsgemeindebürgermeister Udo Rau und zeigte sich fassungslos, wie Polen jetzt darüber nachdenken könne, sich nicht an der EU-Quotierung für Flüchtlinge zu beteiligen.

Mahnung: Religion nicht für Hass und Gewalt missbrauchen

An einem Brunnen auf dem Platz hatten schon am Nachmittag Menschen mit Blumen und Kerzen ihr Mitgefühl mit Opfern und Angehörigen der Anschläge zum Ausdruck gebracht. Auf Plakaten mahnten Teilnehmer des Treffens, Religionen nicht für Hass und Gewalt zu missbrauchen. „Es gibt keinen größeren Missbrauch des Namens Gottes, als in seinem Namen Verbrechen zu begehen!“ war darauf unter anderem zu lesen und „Gott will keine Gotteskrieger und Kreuzritter. Gott will Liebe, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.“

In Darmstadt hat sich der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, entsetzt über die jüngsten Terrorangriffe in Paris gezeigt. Jung: „Wir sind geschockt von dem Terror, den wir in Paris erlebt haben. Unschuldige Menschen wurden Opfer von brutaler Gewalt und gezieltem Morden. Entsetzliches Leiden ist über viele Menschen gekommen. Meine Gedanken und Gebete sind nun vor allem bei den Angehörigen und den Hilfskräften in unsere Nachbarland, die Schreckliches erleben mussten.“

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Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.

Sacharja 9, 9

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von pawel-furman / unsplash

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